Bis zu 14 Prozent der US-Bürger sind Internet-süchtig

29. Oktober 2006, 17:03
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Zwanghaft E-Mails lesen, Familie und Freunde vernachlässigen

Nach einer neuen Studie von Psychologen der kalifornischen Stanford-Universität sind bis zu 14 Prozent der erwachsenen US-Bürger Internet-süchtig. Die Betroffenen würden nach eigenen Angaben zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, Chat-Räume besuchen, zwanghaft E-Mails lesen und durch ihre Netzsucht auch Familie und Freunde vernachlässigen.

Sorgen

"Wir machen uns Sorgen, wenn Personen ihre direkten Kontakte mit Mitmenschen durch virtuelle Kontakte ersetzen und in Folge dessen ihre Beziehungen leiden", wurde der Leiter der Studie, Elias Aboujaoude, am Donnerstag von der Zeitung "San Jose Mercury News" zitiert. Das Stanford-Team hatte 2.500 erwachsene Internet-User nach ihren Gewohnheiten vor dem Computer befragt.

Viel mehr verbreitet, als bisher angenommen

Das Problem sei viel mehr verbreitet, als bisher angenommen, meinten die Wissenschafter. Es seien weitere Studien notwendig, um einen möglichen Zusammenhang von Netz-Sucht und Depressionen oder anderen krankhaften Erscheinungen zu untersuchen.

"Das Internet kann sehr hilfreich, aber auch sehr isolierend sein", sagte Aboujaoude der Zeitung. "Es wird zum Problem, wenn es Menschen isoliert und zum Ersatz für echte soziale Kontakte wird."(APA/dpa)

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