Fünf Jahre iPod: Apple landet mit seinem Musikplayer einen Megahit

Redaktion
8. Februar 2007, 10:26
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Technisch können etliche Wettbewerber mithalten oder das Gerät übertrumpfen - Aber die "iPod-Killer" erweisen sich als Ladenhüter

Zur Präsentation des ersten iPods von Apple vor fünf Jahren lief Unternehmenschef Steve Jobs zur Höchstform auf. "Es wird das heißeste Geschenk der Saison sein", versprach der charismatische Apple-Mitbegründer am 23. Oktober 2001 in San Francisco. Doch viele Beobachter griffen die großspurige Ankündigung nur mit großer Skepsis auf.

"Es war dann halt einfach ein portabler MP3- Player."

"Der wird wohl kaum die Welt verändern", schrieb der "Spiegel". Auch die "Neue Zürcher Zeitung" zeigte sich enttäuscht: "Es war dann halt einfach ein portabler MP3- Player." Und der "Stern" sagte voraus, dass der iPod "kein Umsatzbringer" werde.

Im ersten Jahr wurden denn auch nur 376.000 iPods verkauft

Tatsächlich war der iPod nicht von Beginn an ein Megaseller: Wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hielten die Verbraucher noch ihr Geld zusammen. Der erste iPod, der 1.000 Songs speichern konnte, kostete in den USA immerhin 399 Dollar, in Deutschland sogar knapp 500 Euro. Im ersten Jahr wurden denn auch nur 376.000 iPods verkauft. Den echten Durchbruch erreichte Apple erst im Weihnachtsgeschäft 2004, als sich der Quartalsabsatz auf 4,6 Mio. Player im Vergleich zum Vorjahr mehr als versechsfachte. Mittlerweile hat Apple insgesamt 67,6 Mio. iPods verkauft und damit die gesamte Branche umgekrempelt.

Die als "iPod-Killer" angekündigten Geräte erwiesen sich oft als Ladenhüter

Was die technischen Daten der Player anging, konnten etliche Wettbewerber von Apple mithalten oder den iPod sogar übertrumpfen. Doch die als "iPod-Killer" angekündigten Geräte erwiesen sich oft als Ladenhüter. Selbst der einstige Branchenprimus Sony blieb mit seinen Walkman-Nachfolgern chancenlos. Apple zog immer weiter davon und eroberte allein in den USA 75 Prozent des Marktes. Als entscheidend für den Erfolg erwies sich das Design des iPods. "Das ist nicht nur, wie (ein Produkt) aussieht und sich anfühlt. Design ist, wie es funktioniert", erläutert Steve Jobs in einem Interview mit der Londoner "Times". "Einstöpseln. Whirrrrrr. Fertig."

iTunes

Den Erfolg des iPods kann man nicht isoliert von der Musiksoftware iTunes betrachten, die 2003 auch für Windows-PCs veröffentlicht wurde. "Eine unserer größten Erkenntnisse war die Entscheidung, die Musik-Datenbanken nicht auf dem iPod, sondern in iTunes zu verwalten. Andere haben versucht, alles auf dem Gerät selbst zu machen - dadurch wird es so kompliziert, dass es nutzlos wird", sagte Jobs dem US-Nachrichtenmagazin "Newsweek".

Laden

Im April 2003 baute Apple iTunes zu einem Online-Musikladen aus, nachdem Jobs persönlich die Chefs vieler Musiklabels in langen Gesprächen überzeugt hatte, dass nur ein legales Download-Angebot die Musikpiraterie im Internet stoppen könne. Auch hier landete Apple den Megahit und hat inzwischen über 1,5 Milliarden Songs verkauft. Nur in Deutschland kann Musicload von T-Online mit Apple mithalten. In den meisten anderen Ländern führt iTunes den Markt mit großem Vorsprung an.

Musikstücke aus dem iTunes-Laden sind mit dem Kopierschutz "FairPlay" versehen, so dass ein Titel auf bis zu fünf Rechnern abgespielt und auf beliebig viele iPods übertragen werden darf. Songs aus konkurrierenden Online-Musikläden wie Musicload, die mit einem Kopierschutz von Microsoft arbeiten, laufen dagegen nicht direkt auf dem Apple-Player. Außerdem können Titel aus dem iTunes Store nicht ohne komplizierten Umweg auf Playern der Apple-Konkurrenz abgespielt werden. Sie müssen umständlich zunächst auf eine CD gebrannt und dann in ein geeignetes Format umwandelt werden.

Kombi

Nach Ansicht von Apple trägt die Kombination von iPod und iTunes dazu bei, dass die Kunden ohne technische Hürden Musik und Videos online einkaufen und mobil abspielen können. Verbraucherschützer in Deutschland, Skandinavien und Frankreich kritisierten dagegen die Koppelung als unfair und werfen Apple vor, die Verbraucherrechte zu ignorieren.

Zune von Microsft

Konkurrent Microsoft scheint nun das umstrittene Koppelgeschäft von Apple kopieren zu wollen. Im November will der Softwaregigant seinen neuen Musikplayer Zune auf den Markt bringen, der online nur noch mit einem neuen Zune-Store zusammenarbeiten soll. Selbst Musikstücke von Microsoft-Partnern wie Musicload oder Napster sollen nicht auf dem Zune laufen können. (APA/dpa)

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Neue Macbook pro sind im Anmarsch!!!

Hi, an alle Apple Fans, derzeit ist der Apple Store offline. Wenn sie wieder online geht gibts neue Macbook pros. freu mich schon auf die meldung im Standard hier :)

sony walkman handy statt ipod

zukunft ist handymp3 player, hab meinen ipod verkauft und mir ein sony walkman teil zugelegt. viel besserer klang und endlich nur noch ein gerät in der tasche.

-das einzige manko, standardmässig nur 512MB speicher. ist aber erweiterbar auf 2GB

besserer..

klang? bezweifle ich.

gibt´s eigentlich ausser dem ipod (yamipod) irgendeinen player, bei dem "portable scrobbling" funktioniert?

also...

... das einzige was mir zum beispiel bei den ipöten abgeht ist eindeutig der fehlende fm tuner. ich für mein teil finde es schade, dass apple sich solche praktischen dinge als extra abkaufen lässt. sollte meiner meinung nach in der nächsten generation fix eingebaut sein! ansonsten ein einwandfreier player.

Ist doch nicht schlimm, wenn man berücksichtigt, dass man mit dem Radio, auch gleichzeitig eine Fernbedienung für den iPod erhält. 2 zum Preis von einem sozusagen.

ein bissl ein nepp ist es schon, aber ich hab mir radio und fernbedienung schenken lassen - damit kann man leben ;) .

Bei Konkurrenz Unterschied zw. iPod und iPod nano!

Bitte, macht ein bisschen mehr Unterschied zwischen dem iPod und dem iPod nano, bzw. auch speziell deren Konkurrenz.

Während es nämlich Konkurrenz en masse gibt für den iPod (bald: Zune; jetzt: iriver, Creative, etc.), gibt es defakto keine Konkurrenz für den iPod nano.

Oder wo haben Sie zuletzt einen 40-Gramm-8GB-Mp3-Player gesehen, der für 250 Euro über den Ladentisch geht, inklusive Gravur auf der Rückseite?

Ich bin ehrlich: Ich hab sowas noch nicht gesehen.

Meines Wissens nach sind die meisten verkauften Mp3-Player sowieso die iPod nanos, und da gibt's gar keine Konkurrenz? Komisch...

direkte Konkurrenz zu iPod nano:

Creative Zen MicroPhoto 8GB

-115g
-ohne Gravur

dafür FM-Tuner, austauschbarer Akku und günstiger!

Das ist ja das Problem: Das ist keine direkte Konkurrenz. Es ist technologisch anders - iPod nano setzt auf Flash-Speicher, der Creative Zen Micro auf eine Festplatte.

Und, da ich ein solches Teil eine Zeit lang verwenden durfte, kann ich da auch getrost davon abraten - der iPod ist besser. Und dass der Zen Micro besser wäre, haben meine Freundin und ihre Schwester auch nur so lange gesagt, bis sie selbst ihren ersten iPod hatten.

design, gepaart mit einfacher bedinung, gewürzt mit gutem marketing und der apple-corporate identity. das ist ipod.

mögen die anderen technisch besser und/oder billiger sein, sowas bekomen sie nicht hin.

schön das es apple wieder bessser ergeht und mir dem ipod grossen erfolg hat, aber ein wenig konkurrenz wäre schon nicht schlecht. ein monopol ist auf dauer nicht wirklich gut, was man beim abkupferladen microweich immer wieder sieht.

voll d'accord. vor allem was den käuflichen content angeht, sehe ich die gravierendsten nachteile.

ich bleib trotzdem bei meinem I-River. Zwar vielleicht nicht so schoen, aber kein Problem mit irgendwelcher software, durch Rockbox eine gute Firmware und seit 4 Jahren laeuft der ohne irgendein Problem, funktioniert blendend als externes harddrive wenn notwendig und und und....

ich habe

den allerersten ipod mit 5gb vom november 2001 und mit welcher software sollte ich probleme haben?

das "ich habe einen i-river und der ist so toll" folgt wie das amen im gebet auf jeden ipod-artikel hier. warum auch nicht?
übrigens hatte ich auch beim ipod noch nie probleme mit der software und der firmware, und auch der ipod hat immer schon auch als externe festplatte funktioniert. die software, die bedienung durch das click-wheel ist aber unübertroffen einfach und intuitiv. und der schönste ist er sowieso!

mein erster ipod war nach zwei wochen mit sw. troubles dahin.

aber kostenlos getauscht, der ersatz macht, was er machen soll und das sehr gut, also reg ich mich net auf.

Schön sind die dinger schon ;), ich hab aber die selbe mp3-datei auf ipod und iriver angehört, da hat mich der ipod sehr enttäuscht. Und dann nach einem versuch mit akg hörern, hab ich mir damals den h120 besorgt.
Klang sehr gut, dafür blättert der lack vom gehäuse ab lol.

der schönste?

Das ist für mich ganz klar der Philips HDD6320. Für mich als Windows Apologeten erst recht ;-).

hm

absolut gleicher meinung. zudem um den preis! noch bedienfreundlicher, noch schöner

sowas gibts?

windowsapologeten? ist das pathologisch?

ja, aber es tut nicht weh. Windows betäubt ;-)

Für alle, die einen anderen Player benutzen...

...oder ein mp3 handy:

Es gibt eine sehr nette Erweiterung mit dem Namen iTunesMyWalkman, die erledigt sogar das umkonvertieren von dem AAC-MP4-Daten vom Music Store. Ob es die Software auch für PC gibt weiß ich leider nicht. :-( Sorry Guys!

el o el

freu mich schon auf die Lachnummer Zune.
Bin kein iPod-Fanat aber DAS was Microsoft da schon seit was-weiß-ich wie lange ankündigt ist nach aktuellem Inforationsstand doch mehr als lächerlich/armselig... allein wenn ich mir den letzten Absatz dieses Berichts durchlese. :D

aber die bedienung ist schon ein sehr großes plus

was heißt den technisch besser? besserer klang ? mehr speicher? 90% der benutzer ist das egal.

design und bedienung allerdings interessieren jeden! Und da is der Iod schon sehr gut.

nichts wird ohne grund erfolgreich.

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