Arzt wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung angezeigt

23. Oktober 2006, 12:59
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51-jähriger Patient nach Untersuchung im Lorenz Böhler-Unfallkrankenhaus tot zusammengebrochen

Wien - Ein Arzt des Lorenz Böhler Unfall-Krankenhauses in Wien ist wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung angezeigt worden. Am 13. Oktober hatte er einen 51-jährigen Patienten an ein anderes Spital verwiesen, am Weg dorthin erlag der Mann einem Herzinfarkt. Der Akt wurde dem zuständigen Gericht nun übermittelt, teilte Oberstleutnant Karl Kmoch heute, Montag, auf APA-Anfrage mit. Mögliche Aufschlüsse soll die Obduktion des Leichnams liefern, deren Resultate aber noch ausständig sind.

Der 51-Jährige hatte in Begleitung von Verwandten am vorvergangenen Freitag mit Brustschmerzen das Unfallkrankenhaus in der Brigittenau aufgesucht. Bei der Untersuchung stellte der Arzt fest, dass die Beschwerden nicht mehr wirklich schwer waren. Der Patient litt nicht unter Atemnot, der Puls war normal. Darauf wurde ihm gesagt, dass er am besten ein anderes Spital aufsuchen sollte. Der Mann, sein Sohn und seine Tochter fuhren zum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien-Leopoldstadt. Wenige Meter davon entfernt brach der Kranke zusammen und erlag vermutlich einem Herzinfarkt. (APA)

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