Höchste Zeit für Winterreifen

9. November 2006, 19:07
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Schon bei Temperaturen von unter sieben Grad verlieren Sommerreifen deutlich an Bodenhaftung

Wien - Die Morgenfröste der vergangenen Tage erinnern wieder an das Umstecken auf Winterreifen. Dafür ist es jetzt jedenfalls nicht zu früh: Im Durchschnitt fällt in Österreich nämlich durchschnittlich Anfang bis Mitte November der erste Schnee. Aber auch schon vorher, unterhalb von sieben Grad plus, büßen Sommerreifen wegen der härteren Gummimischung deutlich an Haftung ein.

M+S

Durch einen größeren Anteil an Naturkautschuk bleiben Winterreifen auch bei Kälte elastisch und erzielen höheren Grip. Als "Winterpatschen" gelten die schwarzen Gummis, wenn "M+S" auf der Seitenwand aufscheint und sie mindestens vier Millimeter Profil haben. Auf Schnee kam bei einem Test des Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) ein Wagen mit Winterreifen aus Tempo 50 nach 35 Metern zum Stehen. In "Sommerausstattung" war der Bremsweg acht Meter länger.

Bevor die Sommergarnitur den wohlverdienten "Winterschlaf" antreten kann, empfiehlt der VRÖ, die Räder zu reinigen, zu trocknen und auf Beschädigungen zu untersuchen. Vor der Demontage sollten die Sommerreifen markiert werden, damit die Laufrichtung in der nächsten Saison gleich bleibt. Der Luftdrucksollte um etwa 0,3 bar erhöht werden.

Von 1. Oktober bis 31. Mai dürfen hier zu Lande Spikereifen verwendet werden. Auf Autobahnen darf mit "Genagelten" maximal Tempo 100 gefahren werden, auf Freilandstraßen 80. Neu in diesem Winter ist die Winterreifenpflicht für Lkw (15. November bis 15. März). Mitgeführt werden müssen übrigens auch Schneeketten. (APA)

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