Schützenhilfe von Sinowatz und Krejci

27. Oktober 2006, 11:19
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Ehemaliger Kanzler und Ex-IV-Generalsekretär leiten Initiative ein - 160.000 Unterstützungserklärungen "eigentlich ganz gutes Ergebnis"

Wien - Eine "Initiative zur Verteidigung der Gewerkschaftsbewegung" will den angeschlagenen ÖGB moralisch unterstützen. Galionsfigur ist der frühere SP-Bundeskanzler Fred Sinowatz. Gegründet wurde die Initiative auf Anregung des früheren IV-Generalsekretärs Herbert Krejci. Heinz Kienzl, ehemaliger Generaldirektor der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und Mit-Initiator, verteidigte im APA-Gespräch den Rücklauf bei der Mitgliederbefragung - er spricht von 160.000 eingelangten Fragebögen.

Persönlichkeiten

Seit etwa zwei Wochen existiere die Initiative bereits, so Kienzl, am 15. November werde man voraussichtlich an die Öffentlichkeit treten. 200 bekannte Persönlichkeiten habe man aufgefordert, beizutreten, darunter auch den ehemaligen Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. "Alles Leute, die von der Gewerkschaft nichts brauchen und nichts wollen", erklärt Kienzl den Personenkreis, man werde auch mit konstruktiver Kritik nicht sparen. Die Idee zur Initiative soll Krejci gehabt haben. "Er hat sich laut über einige Gemeinheiten im Zusammenhang mit dem ÖGB geäußert", erzählt Kienzl, also habe man beschlossen, etwas zu unternehmen.

Umfrageforschung

Nun gelte es einmal, die Auswertung der ÖGB-Mitgliederbefragung abzuwarten. "Eigentlich ein ganz gutes Ergebnis", verteidigte er die ihm kolportierte Zahl. Den medialen Umgang mit dem erwarteten schwachen Ergebnis kritisierte man zugleich am Donnerstag in einer Aussendung: "Der scheinbar niedrige Prozentsatz der Antworten auf die Umfrage des ÖGB bei seinen Mitgliedern entspricht durchaus der Norm", heißt es dort. In der Umfrageforschung sei allgemein bekannt, dass bei schriftlichen Befragungen der Rücklauf durchschnittlich zehn bis 15 Prozent beträgt. (APA)

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