EVP-Chefs fordern gemeinsame Linie gegenüber Moskau

21. Oktober 2006, 21:24
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Vor EU-Gipfel in Lahti

Helsinki - Mehrere Chefs der Europäischen Volksparteien (EVP) haben den Wunsch nach einer gemeinsamen Linie der EU gegenüber Moskau betont. Die Union habe "jegliches Interesse, eine gemeinsame Linie in der Beurteilung und in ihrem Handeln gegenüber Russland zu verfolgen", wenn sie Präsident Wladimir Putin nicht den Eindruck eines total geteilten Europa vermitteln will, sagte etwa der Luxemburger Ministerpräsident Jean-Claude Juncker vor dem Treffen der Parteichefs in Helsinki am Donnerstagabend gegenüber Journalisten.

Ähnlich äußerten sich mehrere andere der konservativen Parteichefs, darunter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V). Europa müsse mit "einer Stimme sprechen", so der Kanzler. Gegenüber Präsident Putin, der als Gast beim informellen EU-Herbstgipfel am Freitag in Lahti (100 Kilometer nördlich von Helsinki) erwartet wird, sei die Botschaft immer die gleiche, so Schüssel. Nämlich, dass bei der Demokratie und bei den Menschenrechten in Russland "etwas weitergebracht" werden müsse, ebenso im Energie- und im Handelsbereich. (APA)

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