Der November ist der "Monat der Fotografie"

31. Oktober 2006, 12:57
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Gesamteuropäische Initiative mit allein 88 Ausstellungen in Wien

Wien - Wien steht im November wieder im Zeichen des Europäischen Monats der Fotografie. Nach der ersten Ausgabe 2004 in Paris, Wien und Berlin beteiligen sich heuer erstmals auch Rom, Moskau, Bratislava und Luxemburg an der Veranstaltung. In Wien präsentieren sieben Museen, 36 Galerien und 45 Institutionen in 88 Ausstellungen 250 Künstler und Künstlerinnen. Eine "gewaltige Zahl von bemerkenswerter Qualität", wie Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag meinte, die das Medium in seiner Vielfalt ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und zeigen soll, welchen Wandlungen es unterworfen ist.

Der Monat der Fotografie, ursprünglich eine exklusive Pariser Biennale, wurde 2004 zu einem europäischen Festival. In Wien stieß die erste Ausgabe des Europäischen Monats der Fotografie laut Projektleiter Thomas Licek auf ein überwältigendes Medien- und Publikumsinteresse mit 200.000 Besuchern. 2006 gibt es erstmals auch ein Rahmenprogramm mit u.a. Führungen, Workshops, Symposien und Vorträgen sowie die Möglichkeit eines virtuellen Ausstellungsbesuchs auf der Homepage. Die Stadt Wien hat ihren Förderbeitrag für heuer von rund 57.000 auf 190.000 Euro erhöht.

"Wazzup?"

Aus der Fülle der Veranstaltungen Highlights herauszugreifen, sei schwierig, meinte Licek. Nicht versäumen sollte man aber einen Besuch im Freiraum, wo man sich in einer begehbaren Selbstporträt-Kamera, einem in Bayern konstruierten Sofortbild-Unikat aus den 70er Jahren, selbst fotografieren kann. Die Fotogalerie Wien stellte ihr Projekt "Wazzup?" vor, für das sie aus allen am Europäischen Monat der Fotografie beteiligten Städten je drei Experten eingeladen hat, drei für ihr Land repräsentative Fotokünstler vorzuschlagen.

Ähnlich funktioniert das erste gemeinsame Ausstellungsprojekt "Mutationen" des Europäischen Monats der Fotografie, für das von Kuratoren der Partnerstädte sowie einer Jury je ein Künstler oder eine Künstlerin ausgewählt wurden, deren Arbeiten die technologischen und künstlerischen Veränderungen der Fotografie repräsentieren. Österreich ist durch Nina Dick vertreten. Die Schau reist nach der Eröffnung im Oktober in Luxemburg durch die weiteren Partnerstädte und ist im September 2007 im Wiener Museum auf Abruf zu sehen.

Für die Kuratierung des Katalogs (ISBN 978-3-901756-71-9, 19 Euro), der zweisprachig im Verlag Fotohof edition erscheint, wurde dieses Jahr ein künstlerischer Beirat nominiert, der die Aufnahme von 70 Beiträgen empfohlen hat. Das Cover-Motiv stammt von der jungen Fotografin Anja Manfredi. Neu ist auch ein Infopoint im Quartier 21, der täglich von 10-20 Uhr geöffnet ist. Eine übersichtliche Gesamtschau der Veranstaltung, die mit Plakaten, Citylights und Infoscreens beworben wird, bietet ein Pocketguide.

Die offizielle Eröffnung findet am 2. November um 19 Uhr in der Albertina statt, zeitgleich mit der Eröffnung der Schau "Americans. Meisterwerke amerikanischer Fotografie von 1940 bis heute" in der Kunsthalle Wien. (APA)

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