Ermittlungen um Umbauplänen bei der Telecom Italia

25. Oktober 2006, 20:34
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Kursmanipulationen vermutet

Die Staatsanwaltschaften in Rom und Mailand haben eine Untersuchung in Zusammenhang mit den Umbauplänen der Telecom Italia in die Wege geleitet, die vor einem Monat zum Rücktritt des Präsidenten Marco Tronchetti Provera geführt haben. Die Ermittlungen laufen wegen mutmaßlichen Insider-Tradings. Sie wurden auf Forderung eines Verbands zum Schutz von Kleinanlegern in die Wege geleitet.

Die Staatsanwaltschaft überprüft die Kursschwankungen der Aktien des Telecom-Imperiums, um festzustellen, ob jemand durch Insider Tradings von der Talfahrt der Telecom-Papiere profitiert hat.

Die Ermittler wollen klären, ob es bei den neuen Unternehmensplänen der Telecom Italia Geheimabsprachen gab, über die die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob nicht informiert wurde. Telecom Italia hatte im September überraschend einen Strategiewechsel angekündigt, der zum Verkauf der Mobilfunksparte führen könnte.

Die Pläne lösten einen heftigen Streit mit der Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi aus. Die Auseinandersetzung fand mit dem Rücktritt von Telecom-Italia-Chef Marco Tronchetti Provera seinen Höhepunkt.(APA)

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