Olmert: Druck auf den Iran muss verstärkt werden

23. Oktober 2006, 19:12
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Atomprogramm Thema bei Treffen des israelischen Premiers mit russischem Präsidenten Putin

Moskau - Im Konflikt um das iranische Atomprogramm muss die internationale Gemeinschaft nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert den Druck auf Teheran erhöhen. ""Sie müssen Angst haben, dass etwas passiert, von dem sie nicht wollen, dass es passiert", sagte Olmert während eines Besuchs in Moskau. Der israelische Regierungschef traf am Donnerstag mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zusammen.

Olmert sagte am Mittwochabend, er habe dem russischen Präsidenten Wladimir Putin deutlich gemacht, dass sich Israel niemals mit einem atomar bewaffneten Iran abfinden werde. Olmert äußerte sich nicht dazu, ob er sich mit seinen Äußerungen auf Sanktionen oder einen militärischen Angriff bezog.

Thema des Treffens mit Lawrow seien das iranische Atomprogramm, der Nahe Osten und die Beziehungen zu den Palästinensern gewesen, erklärte die israelische Regierungssprecherin Miri Eisin. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Olmert hatte Putin zuvor in einem Gespräch aufgerufen, seinen Einfluss auf Teheran geltend zu machen, um ein Einlenken in der Frage der Urananreicherung zu erreichen. Putin äußerte sich vor den Journalisten nicht zum Iran. Russland hat mehrfach betont, dass der Iran keine Atomwaffen haben sollte, hat sich aber gegen Sanktionen ausgesprochen. Auch wurde die russische Hilfe für den Bau eines iranischen Atomkraftwerks bisher nicht eingestellt. (APA/AP)

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