Drei von vier Autofahrern sind gegen Ausweitung von Tempo 100

29. Oktober 2006, 18:58
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ÖAMTC-Studie zeigt größte Ablehnung in Oberösterreich - Alternative Umweltmaßnahmen mehrheitlich befürwortet

Wien - Mehr Verkehrsschilder mit Tempo 100-Beschränkungen auf Österreichs Autobahnen - das wollen drei von vier Autofahrern nicht. Laut einer aktuellen ÖAMTC-Umfrage sind 73 Prozent der Lenker gegen eine Ausdehnung der abschnittsweisen Tempolimits. Knapp ein Viertel steht der Maßnahme positiv gegenüber, drei Prozent bleiben neutral. Untern den Oberösterreichern (64 Prozent) sind die meisten Gegner zu finden, in Tirol die meisten Befürworter (35 Prozent).

Vor allem Umweltschutz- und Sicherheitsaspekte zählen laut der Studie für die Unterstützer. 38 Prozent der Vorarlberger sind etwa der Meinung, dass bei geringerer Fahrgeschwindigkeit weniger Unfälle geschehen. Die Gegner hingegen bezweifeln die Wirkung von Tempo 100 und sehen einen Widerspruch zwischen Geschwindigkeitsbeschränkungen und dem gleichzeitigen Ausbau auf mehrspurige Straßen. Viele befürchten auch, dass sie langsamer voran kommen: 42 Prozent der Steirer beispielsweise rechnen durch die Ausweitung der Limits mit einem Zeitverlust.

Umweltmaßnahmen werden von Österreichs Lenkern größtenteils befürwortet. So sprechen sich 64 Prozent der Befragten für verpflichtende Partikelfilter bei Diesel-Fahrzeugen aus. 63 Prozent verlangen die Förderung alternativer Antriebe und Kraftstoffe. Bessere Umstiegs- und Parkmöglichkeiten für Pendler sowie attraktivere Öffis und kürzere Intervalle bei Bus, Bim und Bahn wollen jeweils 58 Prozent. Für die ÖAMTC-Studie wurden 1.100 österreichische Autofahrer ab 18 Jahren in allen neun Bundesländern befragt. (APA)

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