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Geht nicht, gibt’s nicht.

19. Oktober 2006, 11:21

Ungewöhnliche Probleme verlangen nach außergewöhnlichen Lösungen. Das Grundstück liegt im Winter für circa zwei Monate im Schatten.















Geht nicht, gibt’s nicht.

Ungewöhnliche Probleme verlangen nach außergewöhnlichen Lösungen. Das Grundstück der Eigentümer liegt im Winter durch einen nahe liegenden Berg für circa zwei Monate im Schatten. Die sonst übliche Ausrichtung von Eigenheimen wurde deshalb vom Architekten kurzerhand gewendet. Gegen Süden durchbrechen nur zwei Ausgucke und die Eingangstüre die Fassade, gegen Nordwesten hin öffnet sich das Haus mit einer großzügigen, über zwei Stockwerke reichenden Glasfläche. Der sehr hohe Wohn-Ess-Küchenbereiche öffnet sich an zwei Seiten zum Garten hin mit einer vom Boden bis zur Decke reichenden Verglasung. Der Wohnbereich wirkt daher überaus freundlich und lichtdurchflutet. Durch das allgegenwärtige Glas verschwimmen scheinbar sogar die Grenzen zwischen drinnen und draußen. Wenn mehr Intimität gefragt ist, können Jalousien elektrisch abgesenkt werden. Eine Galerie die sich über Küche und Essplatz befindet, wird von den Bauherren als Büro genutzt. So können die Kinder, die sich gerne im Wohnbereich aufhalten, immer im Auge behalten werden. Bei der Auswahl von Materialien und Möbeln stand stets die Strapazierfähigkeit im Vordergrund. Die strikte Trennung zwischen „öffentlichen Räumen“ und der Privatsphäre war ein wichtiger Punkt im Konzept. Gleich beim Eingang geht es links in den Wohn-Ess-Küchenbereich. Der Bereich für die Kinder mit eigenem Bad wurde im Untergeschoß angesiedelt. Diese räumliche Trennung wird in späteren Jahren sicherlich von Vorteil sein.

Das Obergeschoß ist dagegen das alleinige Reich der Bauherren. Hier befindet sich der Schlafraum mit einem höher gesetzten Fenster, das einen wunderbaren Ausblick aufs Bergpanorama gestattet, aber keine Einblicke zulässt. Ebenfalls im Obergeschoss ist ein Lesezimmer für die Hausherrin untergebracht. Selber genehmigte sich der Bauherr einen Bastelraum im Keller.

Gleich beim Betreten des Hauses fällt die klare und doch freundliche Architektur auf. Die strengen Formen sind mit kräftigen, fröhlichen Farben kombiniert. Im ganzen Haus wurde der gleiche Fliesenboden und die gleiche Holzart (Akazie) verwendet. Ungewöhnliche Materialien sorgen für Akzente, wie etwa der Garderoben- und Sanitärraum beim Eingang, der durch Glasbausteine abgetrennt wurde. In diesem Bereich sorgt ein Atriumdach für genügend Licht. Mit der Ausreizung der technischen Möglichkeiten kann der Nachteil der geringen Sonneneinstrahlung in den langen Wintermonaten wettgemacht werden. Der gesamte Bau ist nach Niedrigenergiestandards ausgeführt (Ziegelbauweise mit 17 cm Vollwärmeschutz), eine Solaranlage plus 4000-Liter-Pufferspeicher sorgt für eine effiziente Zusatzheizung in der Übergangszeit, eine kontrollierte Be- und Entlüftung sorgt für weitere Energieeinsparung. Ebenso klar wie das Haus ist der Garten strukturiert. Oberste Maxime war ein geringer Arbeitsaufwand. Für die Kinder gibt es eine Rasenfläche, der Pool ist großzügig mit Holz umrahmt, sonst kommen wohldosiert Schotterflächen zum Einsatz.

Architekt:
Architekturatelier Tosato&Walter
Tel.: 0512/575849

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