Wiener Börse am Freitag: ATX schließt fester

23. Oktober 2006, 17:46
posten

voestalpine schwach, Post auf Höchststand - bwin nach Kursrutsch deutlich erholt

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit etwas höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 24,32 Punkte oder 0,60 Prozent auf 4.054,21 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 14 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 4.068 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York -0,20 Prozent, DAX/Frankfurt +0,37 Prozent, FTSE/London -0,10 Prozent und CAC-40/Paris +0,29 Prozent.

Nach einem freundlichen Start fiel der Markt in die Nähe der Vortagesniveaus zurück, holte aber im Späthandel noch einmal auf und schloss nahe seinen Tageshochs. Bei den Index-Schwergewichten standen Gewinne bei Erste Bank, OMV und Telekom Austria Abschlägen bei voestalpine gegenüber.

voestalpine fielen trotz positiver Analystenstimmen um 2,05 Prozent auf 36,24 Euro (472.340 gehandelte Stück in Einfachzählung). Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für die Aktie von 37,60 auf 40 Euro erhöht und ihre Kaufempfehlung bekräftigt. Auch die CA IB hatte sich Marktkreisen zufolge positiv zu der Aktie geäußert.

Bwin konnten nach einem Kursrutsch von rund 10 Prozent im Frühhandel ihr Minus bis Sitzungsende deutlich eingrenzen. Die Aktie beendete den Handel mit einem Abschlag von 3,06 Prozent bei 16,49 Euro (562.440 Stück).

Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge das Land Sachsen laut Regierungskreisen Beschwerde gegen die Aufhebung des Verbots von Wetten für bwin einlegen will. Zudem könnten bei der derzeit laufenden Jahreskonferenz der deutschen Ministerpräsidenten strikte Einschränkungen für die Werbung von Sportwettenanbietern beschlossen werden.

Größter Gewinner im prime market war die Post-Aktie mit einem Plus von 3,91 Prozent auf 33,20 Euro (557.750 Stück). Die Post notierte damit erstmals über 32 Euro. Ende Mai war die Post mit einem Ausgabekurs von 19 Euro an die Börse gegangen.

Unter den Gewinnern fanden sich auch Böhler-Uddeholm mit einem Kursplus von 1,60 Prozent auf 49,55 Euro (139.583 Stück). Bei dem Edelstahlkonzern kündigt sich ein neues Rekordjahr an. Das operative Ergebnis werde 2006 mindestens 345 bis 350 Mio. Euro erreichen. Das sei eine "nicht zu vorsichtige Schätzung", sagte Generaldirektor Claus Raidl am Freitag bei der Gewinn-Messe in Wien vor Journalisten.

Wienerberger stiegen um 1,53 Prozent auf 39,84 Euro (187.906 Stück). Unter den Index-Schwergewichten gewannen Telekom Austria 1,27 Prozent auf 19,99 Euro (1.923.394 Stück). OMV gewannen vor dem Hintergrund einer Empfehlung durch die Citigroup und steigender Ölpreise 1,23 Prozent auf 42,10 Euro (901.761 Stück). Die OPEC hatte in der Nacht auf Freitag eine Drosselung der Ölproduktion um 1,2 Mio. Barrel beschlossen. Gute Nachfrage gab es auch für Erste Bank, die Aktie legte 0,82 Prozent auf 52,98 Euro zu (843.009 Stück)

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. LENZING AG +5,21 Prozent 2. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +4,59 Prozent 3. OESTERR. POST AG +3,91 Prozent 4. HIRSCH SERVO AG +2,87 Prozent 5. SKYEUROPE HOLDING AG +2,49 Prozent 6. UNTERNEHMENS INVEST AG +1,99 Prozent 7. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG +1,61 Prozent 8. BOEHLER-UDDEHOLM AG +1,60 Prozent 9. WIENERBERGER AG +1,53 Prozent 10. KTM POWER SPORTS AG +1,42 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. LINZ TEXTIL HOLDING AG -10,00 Prozent 2. CENTURY CASINOS INC -3,37 Prozent 3. BWIN INT. ENTERT. AG -3,06 Prozent 4. RORENTO N.V. -2,56 Prozent 5. VOESTALPINE AG -2,05 Prozent 6. FRAUENTHAL HOLDING AG -1,88 Prozent 7. POLYTEC -1,42 Prozent 8. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG -1,05 Prozent 9. AVW INVEST AG -0,89 Prozent 10. FERATEL MEDIA TECHNOLOGIES AG -0,71 Prozent

(APA)
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