Premiere-Chef will seinen Firmenanteil nicht verkaufen

25. Oktober 2006, 10:11
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Kofler: Premiere kein Übernahme-Kandidat

Premiere-Chef und -Großaktionär Georg Kofler will sich nicht von seinem Anteil an dem Bezahlfernsehsender trennen.

"Sicherlich niht"

Er werde sein Aktienpaket "sicherlich nicht" verkaufen, sagte Kofler am Mittwoch vor Journalisten. "Ich bin der größte Aktionär von Premiere und ich werde mich weiter als Unternehmer bei Premiere engagieren", sagte der Premiere-Chef am Rande der Medientage in München. Reuters-Daten zufolge hält Kofler 14 Prozent an Premiere.

Premiere kein Übernahme-Kandidat

Als Übernahmekandidat sieht Kofler Premiere nicht. Er stelle sich für sein Unternehmen eher eine aktive Rolle bei einer Konsolidierung der Branche vor, sagte Kofler. Seitdem Premiere Ende vergangenen Jahres die exklusiven Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga an den neuen Konkurrenten Arena verloren hatte, wird der Bezahlsender als Übernahmekandidat gehandelt. Analysten fürchteten zudem einen Rückgang der Abonnentenzahl um 30 bis 35 Prozent. "Die Katastrophen-Szenarien sind nicht eingetreten", sagte Kofler. "Es ist keine Wachstumsgeschichte in diesem Jahr, aber das Geschäft hat sich bislang um einiges solider gezeigt als so manch ein Experte angenommen hat", sagte der Sender-Chef.

Zur Entwicklung des dritten Quartals wollte sich Kofler nicht äußern. Mit den Zahlen will er am 7. November auch eine aktualisierte Prognose veröffentlichen.

"Wir haben einen guten Anteil am Umsatz und daher sind wir zufrieden mit der Vereinbarung"

Durch Kooperationen mit der Deutschen Telekom und Arena können Premiere-Kunden über das Internet beziehungsweise Kabel die Bundesliga empfangen. Die Zusammenarbeit mit Arena laufe gut, sagte Kofler. Zwischen 450.000 und 500.000 der 800.000 Arena-Kunden bezögen das Bundesliga-Programm über Premiere. "Wir haben einen guten Anteil am Umsatz und daher sind wir zufrieden mit der Vereinbarung", sagte Kofler.

Früh

Zur Kooperation mit der Telekom, die die Internet-Rechte für die Bundesliga-Übertragungen erworben hat, wollte Kofler noch nichts sagen. Dazu sei es noch zu früh. "Wir müssen die nächsten sechs Monate abwarten, um zu sehen, wie das Angebot ankommt", sagte er. Auf Grund von technischen Schwierigkeiten hatte die Telekom ihr Fernsehangebot zunächst verschoben und ging damit erst am Dienstag an den Start.(APA/Reuters) -

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