Versicherung gewinnt Streit um World Trade Center in letzter Instanz

23. Oktober 2006, 13:03
6 Postings

Berufungsgericht qualifizierte Attentat als nur ein Schadensereignis

New York - Im Streit um die Schadenssumme des bei den Anschlägen vom 11. September 2001 zerstörten World Trade Center (WTC) haben die Versicherer in letzter Instanz gewonnen. Das Berufungsgericht in New York qualifizierte das Attentat als ein Schadensereignis.

WTC-Pächter Larry Silverstein hatte darin zwei gesehen und 7 Mrd. Dollar Entschädigung verlangt, da zwei Flugzeuge zu unterschiedlicher Zeit in die Türme rasten. Erhalten hat er aber nur die Hälfte der Summe.

Klagen abgewiesen

Das Berufungsgericht in New York wies die letzten Klagen ab, wie der Chefanwalt des Schweizer Rückversicherers Swiss Re, Markus Diethelm, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA in New York sagte. Der Bescheid bestätige nun aber alle in erster Instanz gefällten Urteile, wonach die Anschläge auf die Türme als ein und nicht zwei Schadenereignisse zu sehen seien.

Hauptsächlich profitiert der Schweizer Rückversicherer Swiss Re vom Urteil in New York, der Silverstein bei einer Niederlage über etwa 1,7 Mrd. Dollar hätte zahlen müssen. Auch zur Kasse gebeten worden wären unter anderem die US-Tochter der Zurich Financial Services (ZFS) sowie die deutsche Allianz.

Diethelm zeigte sich sehr zufrieden über den Entscheid des Gerichts. Er zeige, dass die Versicherungen hinter ihren Versprechen stehen und ihre Policen vor Gericht mit Recht verfechteten.

Der Wiederaufbau im Süden Manhattans wird laut Diethelm durch den Entscheid nicht weiter gefährdet. Die zuständige Stadtbehörde Port Authority erhält die ausstehenden Versicherungsgelder. Silverstein wird von der Port Authority weiter mit der Entwicklung der Projekte beauftragt. (APA/sda)

Share if you care.