Knöpfe mit "Hakenkreuz-Muster": Esprit zieht 200.000 Kataloge ein

29. Oktober 2006, 18:53
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Lederknöpfe stammen aus England und werden bereits seit Jahrzehnten verwendet

Ratingen - Der deutsche Modekonzern Esprit zieht 200.000 Kataloge zurück, weil darin Knöpfe so aussehen, als hätten sie ein Hakenkreuz als Muster. "Das hat uns getroffen wie ein Schock und ist sehr ärgerlich", sagte der Vorstandsvorsitzende der Esprit-Gruppe, Heinz Krogner, am Mittwoch der dpa in Ratingen bei Düsseldorf. Die Darstellung auf den Fotos sei sehr unglücklich, bedauerte Krogner. "Wir werden künftig noch stärker den Aspekt der Political Correctness prüfen", kündigte der Chef von weltweit 8400 Mitarbeitern an.

Die Lederknöpfe stammten aus England und würden bereits seit Jahrzehnten von verschiedensten Unternehmen - auch von Wettbewerbern - verwendet. Der Katalog sei unter englischer künstlerischer Leitung in London produziert worden. Mitarbeiter aus mehreren Ländern hätten ihn kontrolliert, aber niemand habe gemerkt, dass das Muster auf den Fotos einen derart unglücklichen Eindruck erwecken könne.

Staatsanwaltschaft will prüfen

"Wir kennen diesen traditionellen englischen Knopf seit Jahrzehnten", sagte Krogner. Deswegen sei auch niemandem die Assoziation in den Sinn gekommen. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu prüfen. Der Katalog mit den Knöpfen war den Ermittlern von einer Rechtsanwältin zugeleitet worden. (APA/dpa)

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