Contemporary-Boom - Kunstmessen in München - Kunstversicherungsmarkt

24. Oktober 2006, 14:14
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London - Strategisch perfekt hatten sowohl Christie's als auch Sotheby's ihre Sales der Sparte Zeitgenössischer Kunst während der Frieze platziert. Christie's setzte zwischen dem 15. und 17. Oktober in fünf Sitzungen Ware im Gegenwert von mehr als 44 Millionen Pfund ab, womit man - in Begleitung von 25 neuen Auktionsrekorden, etwa im Rahmen des Italian Sales mit 2,13 Millionen Pfund für Lucio Fontanas Concetto spaziale, Attese von 1963 - die Marktführerschaft beeindruckend zelebrierte. Sotheby's bilanzierte nach vier Auktionen mit 31,4 Millionen Pfund. Spartenintern freut man sich hier über die bislang beste Contemporary-Serie und 15 neue Künstlerrekorde, darunter 140.000 Pfund für eine Radierung von Richard Diebenkorn.

Kunstmessen in München

München - Die Stadt an der Isar lockt dieser Tage mit zwei Events der Kategorie Kunst und Antiquitäten. Zum dritten Mal laden Münchner Kunsthändler in Zusammenarbeit mit Zugereisten vom 20. bis 28. Oktober zur gemeinschaftlichen Verkaufsausstellung "Munich Highlights". Einen Tag später, am 21. Oktober, eröffnet die 51. Auflage der "Kunst-Messe München" am Areal der Neuen Messe München Riem. Bis zum 29. Oktober versammeln sich dort mehr als 100 Kunst- und Antiquitätenhändler, darunter mit Salis & Vertes, Rudolf Budja, Robert Keil sowie Schütz Kunst und Antiquitäten vier Teilnehmer aus Österreich.

Kunstversicherungsmarkt

Wien - Im Rahmen des jüngsten Sotheby's Salon, gesponsert von M&A Privatbank AG und Marsh Austria, gab das Risiko- und Versicherungsmanagement Unternehmen Einblick in den Kunstversicherungsmarkt. 2005 betrug das weltweite Prämienvolumen um die 1,5 Milliarden Euro, was allerdings nur 1,8 Prozent des gesamten Prämienaufkommens der Non-Life-Versicherungssparten entspricht (500 Mrd.). In Sachen Schäden waren die vergangenen Jahre angesichts von Großschäden (u.a. World Trade Center) oder Naturkatastrophen (Hurrikan) recht wechselhaft. Dagegen bleibt das Szenario konstant: 40 Prozent der Schäden entstehen durch falsches, nachlässiges Hantieren mit Kunst, 30 Prozent entfallen auf Einbrüche bzw. Diebstahl (zu 40 % bei Privatpersonen, 12 % Galerien, 11 % Kirchen, 10 % Museen). (kron/ DER STANDARD, Printausgabe, 19.10.2006)

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