USA wollen Weltraum kontrollieren

27. Oktober 2006, 13:07
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Neue Doktrin soll Washingtons Handlungsspielraum im All sichern

Washington - Die USA wollen mit einer neuen Weltraum-Politik ihre Interessen im All sichern. Nach einem Bericht der "Washington Post" unterzeichnete Präsident George W. Bush ein Programm, nach dem jedem Land der Zugang zum All verwehrt werden solle, das US-Interessen "feindlich" gegenüberstehe. Zudem würden Rüstungskontrollabkommen abgelehnt, die die Bewegungsfreiheit der USA im Weltraum einschränken könnten.

"Der Handlungsspielraum im All ist für die Vereinigten Staaten genauso wichtig wie zur See und auf dem Land", heißt es in dem Papier. "Die nationale Sicherheit der USA hängt entscheidend von den Ressourcen im Weltraum ab, und diese Abhängigkeit wird noch steigen." Zudem sieht es vor, die kommerzielle Nutzung des Alls voranzutreiben.

Das Dokument löst die zehn Jahre alte bisherige Weltraumdoktrin ab. Bush hat es am 31. August unterzeichnet; am 6. Oktober wurde es vom Weißen Haus stillschweigend publiziert und von der Öffentlichkeit zunächst nicht wahrgenommen. (dpa, Reuters, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.10.2006)

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