Online-Umsätze überholen in Großbritannien den Printbereich

23. Oktober 2006, 00:00
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Auf Pop-Ups entfallen im ersten Halbjahr 2006 nur mehr 0,7 Prozent der Spendings

In Großbritannien explodieren die Online-Spendings. Online-Werbung ist im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gewachsen. Experten gehen davon aus, dass der Online-Werbebereich bis Jahresende die Werbeumsätze im Bereich der Druckpresse überholen wird.

Suchmaschinenwerbung führt

Splittet man die Online-Werbung in seine einzelnen Segmente auf, so entfallen 57,7 Prozent des erwirtschafteten Umsatzes in Großbritannien auf Suchmaschinenwerbung. 23,5 Prozent nimmt Bildschirm bezogene Werbung (Banner oder Skyscraper) ein. 17,7 Prozent entfallen auf Kleinanzeigen.

Weniger unterbrechende Formate

Formate wie Pop-Ups gehen zurück, sie nehmen im ersten Halbjahr 2006 nur mehr 0,7 Prozent der Spendings ein. "Immer mehr Werber realisieren, dass zielgruppenspezifische Werbung die Zukunft ist. Diese Entwicklung geht weg von Formaten wie Pop-Ups, welche die unterbrechende Natur von TV- und Radiowerbung widerspiegeln", so Guy Phillipson, Geschäftsführer des Interactive Advertising Bureau.

Online wird Konkurrenz für TV

Online-Werbung hat derzeit am britischen Werbemarkt einen Anteil von 10,5 Prozent (917 Mio. Pfund) und liegt damit knapp hinter den Druckmedien mit 11,4 Prozent. Der Anteil von Online-Werbung ist doppelt so groß wie jener der Außenwerbung (5,1 Prozent) und dreimal größer als der von Radiowerbung (3,4 Prozent). Die rasante Entwicklung des Segments lässt darauf schließen, dass sich Online-Werbung bald als ernst zunehmende Konkurrenz zum Fernsehen erweisen wird, welche in diesem Jahr auf einen Segmentanteil von 22,7 Prozent zurückgefallen ist. (pte/red)

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