Kanther-Prozess muss teils neu aufgerollt werden

21. Oktober 2006, 13:38
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Bundesgerichtshof hob Urteil teilweise auf

Karlsruhe - Der Prozess um schwarze Kassen bei der hessischen CDU muss teilweise neu aufgerollt werden. Der deutsche Bundesgerichtshof in Karlsruhe hob am Mittwoch die Verurteilung des früheren deutschen Innenministers Manfred Kanther zu 18 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung in Teilen auf.

Das Landgericht Wiesbaden hatte Kanther und CDU-Treuhänder Horst Weyrauch im vergangenen Jahr wegen Untreue beziehungsweise Beihilfe zur Untreue verurteilt. Kanther erhielt eineinhalb Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung, Weyrauch wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Beide legten Revision in Karlsruhe ein. Kanther und Weyrauch hatten Vermögen, dessen Herkunft bis heute unklar ist, ins Ausland geschafft. Nach Ansicht des Landgerichts schadeten sie damit der Partei. (APA/AP)

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