Japans "Praemium Imperiale" vergeben

18. Oktober 2006, 15:12
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Höchstdotierter Kunstpreis der Welt an Frei Otto, Yayoi Kusama, Christian Boltanski, Steve Reich und Maya Plisetskaya

Tokio - Der japanische Prinz Hitachi hat am Mittwoch in Tokio fünf Künstler mit dem höchstdotierten Kunstpreis der Welt, dem japanischen "Praemium Imperiale", geehrt. Mit der internationalen Auszeichnung, die auch als "Nobelpreis der Künste" bezeichnet wird und mit jeweils rund 100 000 Euro (15 Millionen Yen) dotiert ist, wurden heuer der deutsche Architekt Frei Otto, die japanische Minimal-Art- Künstlerin Yayoi Kusama, der Franzose Christian Boltanski (Skulptur), der amerikanische Musiker und Pionier der minimalistischen Musik Steve Reich und die in Moskau geborene Balletttänzerin Maya Plisetskaya (Theater/Film) ausgezeichnet.

Der Bruder des japanischen Kaisers Akihito überreichte die im Jahr 1988 ins Leben gerufene Auszeichnung - gestiftet von der Japan Art Association - in Anwesenheit zahlreicher Vertreter des öffentlichen Lebens feierlich in der Meiji-Gedächtnishalle der japanischen Hauptstadt.

Nachwuchspreis nach Venezuela

Otto habe vor allem mit seiner Entwicklung leichter Flächentragwerke und seinem Architekturideal einer umweltverträglichen Bauweise internationales Renommee erlangt, hatte die Jury betont. Sein wohl bekanntestes Bauwerk ist die Überdachung des Olympiastadions in München.

Der mit 34 000 Euro dotierte Nachwuchspreis ging in diesem Jahr an ein venezolanisches Jugendorchesterwerk (Fundacion del Estado para el Sistema Nacional de Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela), das seit Jahren auch prominente Unterstützer wie Placido Domingo, Simon Rattle und Claudia Abbado hat. (APA/dpa)

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