Paul McCartney dementiert Gewalt gegen Noch-Ehefrau

24. Oktober 2006, 20:42
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Ex-Beatle soll Heather Mills unter anderem mit abgebrochenem Weinglas angegriffen haben

London - Nach den verheerenden Anschuldigungen von Heather Mills gegen ihren Noch-Ehemann Paul McCartney herrscht zwischen den beiden nach Einschätzung der britischen Boulevardpresse nun "offener Krieg". Zwar äußerte sich der Ex-Beatle öffentlich nicht zu den Vorwürfen, wonach er seine Frau unter anderem mit einem abgebrochenen Weinglas angegriffen haben soll.

"Ständige Lügnerin und Phantastin"

Doch seine Anwälte wiesen die Vorwürfe vehement zurück und kündigten an, der Musiker werde sich vor Gericht "energisch und angemessen" wehren. Freunde McCartneys versuchten am Donnerstag, Mills als "ständige Lügnerin und Phantastin" zu verunglimpfen.

Obwohl McCartney "liebend gerne öffentlich und im Detail" auf die Vorwürfe seiner Frau antworten würde, halte er das Scheidungsverfahren "für das einzige Forum, das hier angebracht ist", erklärten seine Anwälte. Der Musiker habe sich "seitdem die Ehe gescheitert ist" jeder öffentlichen Äußerung enthalten und glaube auch, "dass das die beste Lösung für alle Betroffenen ist, insbesondere für seine Kinder". Auch Mills hat sich bisher nicht geäußert - allerdings waren am Mittwoch ihre Scheidungsunterlagen an die Medien gelangt. Darin wirft die 38-Jährige dem 64 Jahre alten McCartney vor, wiederholt "körperlich gewalttätig" geworden zu sein. Er habe ihr unter anderem Rotwein über den Kopf gegossen, sie auf einen Tisch geworfen und sie wegen ihrer Behinderung - dem Ex-Model fehlt ein Bein - erniedrigt. Außerdem habe er regelmäßig Drogen genommen.

McCartney will alleiniges Sorgerecht

All diese Anschuldigungen will McCartney nach Angaben seiner Anwälte vor Gericht zurückweisen. "Heather ist eine Phantastin und völlig durchgedreht", sagte ein Freund des Musikers dem "Daily Mirror". "Sie will ihn zerstören." Grund für den Angriff ist offenbar die gemeinsame Tochter des Paares. McCartney wolle das alleinige Sorgerecht für die Zweijährige, berichteten die Freunde weiter. "Heather hat das herausgefunden und will ihn nun vernichten." Deshalb habe sie die Scheidungsunterlagen an die Medien durchsickern lassen. Dies wurde von Mills' Anwälten bestritten.

Die "Sun" wiederum zitierte einen Freund des Musikers mit der Aussage: "Sie lügt und erpresst. Es würde mich nicht wundern, wenn sie erzählt, die Sonne geht im Westen auf." Jetzt werde zwischen den Beiden mit offenem Visier gekämpft. Dabei gehe es Mills nur ums Geld, behaupteten McCartneys Freunde. "Sie hat ihn angerufen und ihm gesagt, wenn er nicht ausreichend Geld herausrückt, wird sie ihn fertig machen."

Schlammschlacht

Nach Ansicht des PR-Experten Max Clifford soll McCartney durch die Vorwürfe als labil und als unmöglicher Vater dargestellt werden. Außerdem könnte Mills durch die öffentliche Schlammschlacht mehr Geld erzwingen: "Um so schmutziger es wird, desto größer ist der Druck für Paul, schnell eine Einigung hinzubekommen - selbst wenn es teurer wird, als er im Moment will." Allerdings vermutete ein anderer Anwalt in der "Times", dass die öffentlichen Vorwürfe Mills' Ansehen vor Gericht verschlechtern könnten und sie dadurch eher weniger Geld bekommt. Das Vermögen des Ex-Beatles wird auf über eine Milliarde Euro geschätzt.

Der Musiker und das ehemalige Model hatten sich 1999 kennengelernt, ein Jahr nach dem Krebstod von Pauls erster Frau Linda. Sie heirateten im Juni 2002, ein Jahr später kam Tochter Beatrice Milly zur Welt. Im Mai dieses Jahres verkündete das Paar die Trennung, seit Juli läuft das Scheidungsverfahren. (APA/AFP)

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