Projektleiter des geplanten zweiten Wiener Strafgerichts vor Gericht

18. Oktober 2006, 14:04
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Vorwurf der Untreue - Verhandlung vertagt

Wien - Einer der Projektleiter des geplanten zweiten Wiener Straflandesgerichts, das als Justizzentrum Baumgasse frühestens 2008 in Betrieb gehen soll, muss sich derzeit im bestehenden Straflandesgericht verantworten. Der Vorwurf: Untreue. Der Mann soll im Zusammenhang mit einem vorangegangenen Bauprojekt, in das er als Geschäftsführer eingebunden war, illegal Provisionen bezogen haben.

Seine Gesellschaft hatte am Wiener Stadtrand einen Bürokomplex errichtet, und im Zusammenhang damit soll er sich unter Umgehung des Finanzamts zu Lasten seines Arbeitgebers umgerechnet 34.150 Euro zukommen haben lassen. Zwei Mitgesellschafter sollen weitere 100.000 Euro kassiert haben.

Der Angeklagte wies die Vorwürfe am Mittwoch entschieden zurück: Die Provisionen seien ihm zugestanden, er habe sie rechtmäßig lukriert. Richterin Claudia Bandion-Ortner entschloss sich darauf hin, diese Angaben von einem Sachverständigen überprüfen zu lassen. Es wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. (APA)

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