In Kerpen ist Ralf beliebter

23. Oktober 2006, 16:22
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Michael Schumachers Heimatstadt ist nicht nur stolz auf ihren größten Sohn, man hätte sich mehr soziales Engagement gewünscht

Kerpen - Die Stadt Kerpen wünscht sich von Michael Schumacher für die Zukunft mehr Engagement für seine Heimatstadt. "Aus der Bevölkerung kommen schon auch kritische Töne zu Schumacher, viele hätten sich mehr soziales Engagement gewünscht", sagte die Kerpener Bürgermeisterin Marlies Sieburg am Mittwoch. Der Stadt gehe es schlecht. Die Bürgermeisterin verwies auf Schumachers Bruder Ralf: "Er investiert in diese Stadt, indem er Grundstücke kauft und Läden baut."

Eine Ehrenbürgerschaft für den in der Schweiz lebenden Michael Schumacher sei nicht im Gespräch. Kerpen habe weder eine Ehrenordnung, noch habe es bisher einen Ehrenbürger gegeben, sagte Sieburg. "Es gibt derzeit keinerlei politische Ambitionen in die Richtung, und es kam auch noch nichts aus der Bürgerschaft."

Schumacher beendet am Sonntag seine Karriere als Formel-1-Pilot. Beim Grand Prix in Sao Paulo wird auch über den WM-Titel entschieden. Die Fans in Kerpen verfolgen das Rennen (Start 19:00 Uhr) auf Großbildschirmen bei einer Abschiedsparty in der Jahnhalle und im Michael-Schumacher-Kartcenter.

Die Stadtverantwortlichen erneuerten ihren schon vor dem vorletzten Grand Prix geäußerten Wunsch nach einem Abschiedsbesuch des siebenfachen Weltmeisters in seiner Heimatstadt. "Wir würden uns freuen, wenn Michael Schumacher nach Beendigung seiner Karriere auch noch mal nach Kerpen kommen würde", sagte Bürgermeisterin Sieburg. Jedoch sei darüber mit dem Management des Ferrari-Piloten noch nicht gesprochen worden. (APA/dpa)

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    Eine Straße ist sich dann doch noch ausgegangen...

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