Notstand auf griechischen Inseln

23. Oktober 2006, 14:37
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Heftige Überschwemmungen und Stürme in Griechenland - Drei Tote - Auch Türkei und Spanien betroffen

Wetterchaos in Teilen Südeuropas: Bei einem schweren Herbststurm sind in Griechenland drei Menschen ums Leben gekommen. Auf der Ägäis geriet ein Frachtschiff in Seenot. Das Unwetter mit heftigen Regenfällen richtete in Griechenland und in der Türkei große Schäden an und führte zu starken Verkehrsbehinderungen.

Auf Kreta schwollen kleine Bäche in kurzer Zeit zu starken Strömen an. Ein Autofahrer kam dabei ums Leben. Zwei Touristen aus Großbritannien ertranken an einem Strand der Touristeninsel Rhodos. Wie das Fernsehen berichtete, hätte das britische Ehepaar eine Warnung für den Strand bei Agia Agathi ignoriert. Sie sind nach Angaben der Polizei durch die starken Strömungen und die fast zwei Meter hohen Wellen ins offene Meer abgetrieben. Fischer bargen ihre Leichen aus den Fluten, berichtete das Fernsehen weiter.

Touristen umgesiedelt

Auf Kreta mussten zahlreiche Touristen in höher gelegene Hotels gebracht werden. In mehreren Dörfern der Insel blieben am Mittwoch die Schulen geschlossen. In der Umgebung der Hafenstadt Chania wurden Dutzende Autos von den Wassermassen ins Meer gerissen.

In Teilen der türkischen Provinz Antalya fiel der Strom aus, nachdem Leitungen durch herabstürzende Äste beschädigt worden waren. Bei Antalya verwüstete ein Tornado Gewächshäuser und riss Bäume um.

Boote in Seenot

Auf beiden Seiten der Ägäis blieben die meisten Fähren zu den Inseln bei Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern in den Häfen. Bei einer dramatischen Rettungsaktion wurden fünf türkische Seeleute aus dem Meer gerettet. Der unter der Flagge Kambodschas fahrende Frachter "Pasha" drohte in der Nacht nach einem Maschinenschaden wenige Seemeilen vor der Insel Kythera zu kentern. Die Besatzung ging in die Rettungsboote. Nach Angaben der griechischen Küstenwache wurden die Seeleute gegen Morgen von einem Hubschrauber aufgenommen und in Sicherheit gebracht.

Auch in weiten Teilen Spaniens regnete es heftig. In Madrid bildeten sich kilometerlange Staus. Der Regen in Spanien soll noch bis zum Wochenende anhalten, und für die nächste Woche sagte das Wetteramt bereits die nächste Schlechtwetterfront voraus. Für Griechenland und die Türkei stellten die Meteorologen für diesen Freitag eine Wetterbesserung in Aussicht. (APA)

  • Autos versinken nach heftigen Regenfällen auf Kreta in den Fluten.
    foto: epa/yiorgos konstas

    Autos versinken nach heftigen Regenfällen auf Kreta in den Fluten.

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