Wetterkapriolen in Urlaubsgebieten

19. Oktober 2006, 15:56
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Unwetter sorgen in der Türkei und in Griechenland für Stromausfälle und Überschwemmungen

Die beliebten Urlaubsländer Türkei und Griechenland werden zurzeit von heftigen Unwettern heimgesucht. Überschwemmungen und Stromausfälle sind die Folge. Der Fährverkehr sowie Flugverbindungen wurden eingestellt. Zahlreiche Straßen wurden durch Schlammlawinen oder Erdrutsche blockiert.

Türkei: Stromausfälle und Überschwemmungen

Herbststürme und Dauerregen haben in der Mittelmeerprovinz Antalya und an der Ägäisküste zu Überschwemmungen und Stromausfällen geführt. In Touristenstädten wie Antalya und Marmaris wurden in der Nacht auf Mittwoch dutzende Häuser und Geschäfte überflutet, wie türkische Medien berichteten.

In einigen Vierteln von Antalya und anderen Orten fiel der Strom aus, nachdem elektrische Leitungen durch herabstürzende Äste beschädigt worden waren. Ein Minitornado verwüstete Gewächshäuser und riss Bäume um.

In der Nordägäis und im Marmarameer vor den Toren Istanbuls wurde der Fährverkehr durch die aufgepeitschte See behindert. Bei Windstärken von 60 bis 70 Stundenkilometern stellten einige Fährschiffe den Betrieb ein.

Kreta: Erdrutsche und Schäden

Nach heftigen Überschwemmungen ist auf Kreta und zwei weiteren griechischen Ägäis-Inseln der Notstand ausgerufen worden. In der Präfektur Cheina im Nordwesten Kretas wurden nach Angaben des Zivilschutzes in der Nacht auf Mittwoch dutzende Häuser, Hotels und Geschäfte überschwemmt. Von der gesamten Nordküste der Urlauberinsel, aus Heraklion und Rethymnon, wurden Sturm- und Flutschäden gemeldet.

Auch die Inseln Astypalaia und Leros waren betroffen. Angesichts der riesigen Massen an Schlamm, die durch die Regenfälle entstanden, sei es ein Wunder, dass niemand getötet wurde, sagte Ägäis-Minister Aristotelis Pavlidis im staatlichen Fernsehen.

Auf Astypalaia retteten Polizisten einen älteren Mann, der von den Wassermassen mitgerissen worden war. Zahlreiche Straßen auf der Insel waren durch Erdrutsche blockiert. Auch am Mittwoch hielt das stürmische und schlechte Wetter an. Die Flugverbindungen zwischen den Inseln Rhodos und Kastellorizo wurde eingestellt. Die meisten Fährverbindungen waren unterbrochen. Die südliche Ägäis war am Dienstag von einer Sturmfront mit Böen bis Windstärke zehn getroffen worden. (APA/red)

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    foto: pixelquelle.de
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