Schulprogramm "Erst denken, dann klicken" gegen Internet-Fallen

25. Oktober 2006, 10:24
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Schüler sollen die Tücken unseriöser Anbieter erkennen

Mit dem neuen Schulprogramm "Erst denken, dann klicken" möchte das Sozialministerium Kinder und Jugendliche vor unseriösen und zum Teil kriminellen Anbietern im Internet schützen. "Kinder verfügen heute über relativ viel Geld und geben dies auch im Internet aus, dabei sollen sie diversen Fallen beim Online-Shopping rechtzeitig erkennen", sagte Sozialministerin Ursula Haubner bein einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien. Die Unterrichtsmaterialien sind vorranging für Schulen, das Info-Material kann jeder gratis im Internet unter www.saferinternet.at herunterladen.

Aufklärung

Wie wichtig Aufklärung auf diesem Gebiet speziell für Kinder und Jugendliche ist, zeigen Untersuchungsergebnisse, wonach über 90 Prozent der 14- bis 19-Jährigen regelmäßig im Internet unterwegs sind und dabei auch immer öfter virtuelle Einkaufsausflüge unternehmen, betonte Ronald Hechenberger, Projektkoordinator von "Saferinternet.at". Die Fallen, die dabei lauern, sind vielfältig.

Gratis?

Besondere Vorsicht ist bei scheinbaren Gratisangeboten geboten. Nicht selten stellen sich diese letztendlich als Abonnements heraus, im Extremfall wird der Nutzer binnen Kurzem mit Rechnungen und Mahnungen konfrontiert. Dabei werden von einigen schwarzen Schafen auch Adressen verkauft, der Konsument erhält Zahlungsaufforderungen von Firmen, mit denen er nie zu tun gehabt hat.

Die Informationsunterlagen geben den Schülern Hinweise, wie man seriöse von unseriösen Anbietern im Internet unterscheiden kann. Anhand von praktischen Beispielen werden Problembereiche aufgezeigt und auf häufig gemachte Fehler hingewiesen. Sollte der unachtsame Klick aber schon passiert sein, werden die jungen Konsumenten auch auf ihre Rechte hingewiesen und erfahren, wie man aus diversen Geschäften wieder heraus kommt.

Internet-Auktionen

Ein spezielles Kapitel ist Internet-Auktionen gewidmet. Dabei ist es beispielsweise alles andere als egal, ob man von einem Privaten oder einem gewerblichen Anbieter kauft. Bei Privaten gibt es praktisch kein Rücktrittsrecht, vielfach muss schon vor der Lieferung bezahlt werden. Ein Extrembeispiel, das tatsächlich passiert sein soll: Ein privater Anbieter hat die Originalverpackung eines Computers angeboten und der Bieter bekam sie tatsächlich geliefert - ohne Inhalt und Rücktrittsrecht.(APA)

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