Expräsident Peron in neuem Mausoleum beigesetzt

18. Oktober 2006, 16:35
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Dritte Grabstätte seit 1974 - Streit um letzte Ruhe von Ehefrau Evita

Buenos Aires - Das argentinische Politidol Juan Domingo Peron hat am Dienstag zum dritten Mal seit seinem Tod 1974 eine neue Grabstätte bekommen. Seine sterblichen Überreste wurden in ein Mausoleum südwestlich von Buenos Aires gebracht. Dort, so hoffen seine Anhänger, könnte eines Tages auch seine Ehefrau Eva, genannt Evita, ihre letzte Ruhe finden.

Peron wurde drei Mal zum Präsidenten von Argentinien gewählt und starb am 1. Juli 1944 im Alter von 78 Jahren im Amt. An seiner Seite war die junge Eva Peron zu einer Nationalheldin geworden. Nach ihrem Tod im Jahr 1952 wurde ihre Leiche wochenlang öffentlich aufgebahrt, damit hunderttausende Trauernde von ihr Abschied nehmen konnten. Nach dem Sturz ihres Ehemannes 1955 befürchtete die neue Militärführung einen Evita-Kult und ließ die Leiche heimlich nach Italien bringen. 1971 wurde sie Juan Peron übergeben, der sich in Spanien im Exil aufhielt. Er kehrte jedoch kurz darauf nach Argentinien zurück und übernahm bis zu seinem Tod das Präsidentamt.

Seine Nachfolgerin wurde seine dritte Ehefrau Isabel. Sie ließ den Sarg von Eva Peron nach Hause holen und im Präsidentenpalast neben Juan Peron bestattet. Nachdem auch sie 1976 bei einem Militärputsch gestürzt worden war, übergaben die neuen Machthaber die Särge in aller Stille ihren Familien, die sie in den Familienkrypten beisetzten. Dort ruht Eva Peron bis heute, und ihre Familie weigert sich, einer Umbestattung zuzustimmen. (APA/AP)

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