Burgenland aktiv gegen junge Trinker

20. Oktober 2006, 14:04
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Alkohol- und Rauchverbot unter 16 im Jugendschutzgesetz verankert - Keine Softguns unter 18

Eisenstadt - Vor dem 16. Geburtstag kein Alkohol und keine Zigaretten, vor dem 18. keine Softguns: Mit einer Novellierung des Jugendschutzgesetzes will die burgenländische Landesregierung "gesellschaftlichen Entwicklungen" entgegenwirken. Die Novelle ist mit den östlichen Nachbarbundesländern Niederösterreich und Wien akkordiert. Sie wurde am vergangenen Donnerstag dem Landtag zugeleitet und soll am 1. Jänner 2007 in Kraft treten.

"Gescheitert"

"Es hat sich gezeigt, dass Zigaretten- und Alkoholkonsum in der Jugend immer früher beginnen und dass in jungen Jahren immer mehr Alkohol konsumiert wird", sagte die burgenländische Jugend-Landesrätin Verena Dunst (SP). "Ich fürchte, wir sind in manchen Bereichen gescheitert", räumte sie ein.

Der Jugendschutz - so Dunst - sei ein effektives Instrument, um Jugendliche gegen Bedrohungen zu schützen: "Wir können aber nur die Rahmenbedingungen schaffen, bei der Vollziehung sind wir auf andere angewiesen." Auch das "Abstrafen" von Veranstaltern und Gastronomen sei nicht genug.

Kein Spielzeug

In diesem Zusammenhang appellierte die Politikerin an die Eltern und deren Verantwortung. Mit Präventionsprojekten wie "No alc but fun" würden Jugendliche nämlich immer nur punktuell erreicht: "Offensichtlich ist es uns europaweit nicht gelungen, zu vermitteln, dass Alkoholtrinken out sei. Das Verbot von Softguns für unter 18-Jährige begründete Dunst mit dem Hinweis, dass es sich "nicht um Spielzeug", sondern um Waffen handle. (APA)

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    Jugendliche und Alkohol: In der Gruppe berauscht, in der Gruppe stark

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