Neue Pläne für Pensionsreform

1. Juli 2000, 10:34

Pensionsalter für BeamtInnen bei 63 Jahren

Wien - Die Regierung denkt bereits an die nächste Pensionsreform für den öffentlichen Dienst: Das Pensionsantrittsalter soll um weitere 18 Monate auf 63 Jahre angehoben, die BeamtInnenpension für Neueintretende ab 2003 abgeschafft werden. Dafür soll sukzessive ein Drei-Säulen-Modell der Alterssicherung eingeführt werden.

Diese Vorschläge hat die Koalition am Freitag in den Verhandlungen zur jetzigen Beamtenpensionsreform, in der eine Anhebung des Pensionsalters auf 61,5 Jahre vorgesehen ist, eingebracht. Daraufhin sind die Verhandlungen geplatzt. Fritz Neugebauer, Vorsitzender der BeamtInnengewerkschaft, gibt sich dennoch weiter verhandlungsbereit. Kommenden Dienstag berät die Gewerkschaft die nächsten Maßnahmen: "Durch die heutige Vorgangsweise ist starke Sensibilisierung entstanden. Wenn das der neue Gesprächsstil ist, sehe ich schwarz."

Am Freitag wurden BeamtInnen- und ASVG-Reform in den Ausschüssen beschlossen.

Ausnahme für Post

Die Börsepläne der Telekom sind durch die Anhebung des Frühpensionsalters nicht mehr gefährdet. Für die verlängerte Frühpension von Tausenden Post- und Telekombeamten zahlt künftig der Bund, nicht die beiden Unternehmen. Das wurde im Verfassungsausschuss beschlossen. Der für Herbst geplante Börsegang der Telekom Austria ist gerettet. (eli/ung)

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