Geldfälscherring in Deutschland und Österreich gesprengt

20. Oktober 2006, 14:02
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"Blüten" im Nennwert von mehr als 100.000 US-Dollar sichergestellt

München - Kriminalisten aus Deutschland und Österreich haben einen Geldfälscherring gesprengt. Insgesamt haben Beamte des Landeskriminalamts München sechs verdächtige Personen festgenommen. Im Zuge der Verhaftungen wurden "Blüten" im Nennwert von mehr als 100.000 US-Dollar (79.847 Euro) sichergestellt.

Ende September waren in Vorarlberg falsche Dollar-Noten aufgetaucht, ähnliche Vorfälle gab es etwa zur selben Zeit im bayerischen Landkreis Traunstein. Wie das Bundeskriminalamt (BK) auf APA-Anfrage bestätigte, stand ein 49-jähriger Firmenbesitzer aus Vorarlberg unter Verdacht. Dieser wurde schließlich in Norddeutschland gefasst.

Bankbeamter brachte Stein ins Rollen

In Bayern hatte ein Bankangestellter in Grassau die Ermittlungen ins Rollen gebracht, wie die dpa am Dienstag berichtete. Er meldete einen Vorfall, bei dem ein 27 Jahre alter Mann Ende September rund 2.000 gefälschte US-Dollar in Euro umtauschen wollte. Der Tatverdächtige wurde nach einer Hausdurchsuchung ebenso festgenommen wie eine 19-jährige Traunsteinerin. Das Pärchen soll insgesamt 14.000 falsche US-Dollar in Umlauf gebracht haben. Sie gaben an, insgesamt 40.000 Dollar von dem 49-jährigen Unternehmer erhalten zu haben.

Zwei weitere Kontaktleute des 49-Jährigen spürten die Ermittler in Singen und Müllheim (Baden-Württemberg) auf und nahmen sie ebenfalls fest. Der 66-Jährige und der 71-Jährige wurden vom Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Traunstein jedoch inzwischen unter Auflagen wieder freigelassen. Den Beamten ging auch noch ein 56-jähriger Mann ins Netz, der falsche Dollars in Berlin umtauschen wollte.

Nach Angaben des Landeskriminalamts München waren die Dollarnoten so gekonnt gefälscht, dass sie "zur Täuschung im Zahlungsverkehr" geeignet waren. (APA)

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