Bankräuber von Zeugen in Oststeiermark erkannt - verhaftet

20. Oktober 2006, 14:02
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Polizisten fanden bei mutmaßlichem Täter geladene Schreckschusspistole - 40-Jähriger gab bisher zwei Überfälle zu

Dank einem aufmerksamen Zeugen ist der Polizei in der Oststeiermark am Montagnachmittag gelungen, einen mutmaßlichen Bankräuber zu verhaften. Dies teilte die Sicherheitsdirektion Steiermark am Dienstag mit. Der Mann dürfte bereits einen weiteren Überfall geplant haben: Im Auto des Verdächtigen fanden die Beamten einen schwarze Mütze und eine geladene Schreckschusspistole. Der Verhaftete gestand, Ende Mai die Raika in Bad Loipersdorf überfallen zu haben und eine Woche zuvor einen Raub bei "Steiermärkische Bank" in Graz vorgehabt zu haben.

Personenbeschreibung

Gegen 15.00 Uhr wurde ein 40-jähriger Grazer nahe der Raiffeisenbank Bad Loipersdorf von einem Zeugen beobachtet. Dieser war sich sicher, dass dieser Mann eine Ähnlichkeit mit dem gesuchten Bankräuber vom 30. Mai habe. Der Zeuge konnte sich an die in den Medien verbreitete Personenbeschreibung und an das veröffentlichte Bild erinnern. Der Bankraub von Bad Loipersdorf hatte damals Schlagzeilen gemacht, weil der Täter eine Totenmesse in der Kirche genutzt hatte - fast der ganze Ort befand sich bei der Trauerfeier.

Der Zeuge verständigte sofort die Polizeiinspektion Fürstenfeld. Bei der Fahndung wurde der 40-jährige Softwareentwickler aus Graz mit seinem Fahrzeug angehalten. Auf dem Beifahrersitz lagen eine schwarze Baseballmütze und eine schwarze Umhängetasche - in dieser entdeckten die Polizisten die Pistole mit sechs Schuss Munition.

Weitere Überfälle

Der Grazer wurde vorläufig festgenommen und einvernommen. Dabei gestand er, die örtliche Raffeisenbank überfallen zu haben. Weiters gab er zu, am 23. Mai versucht zu haben, die Filiale der Steiermärkische Bank und Sparkassen AG in der Grazer Mariatrosterstraße 35 zu berauben. Der Mann wird laut den Kriminalisten auch zu weiteren Überfällen in der Steiermark einvernommen. (APA)

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