EU hat "Stand-by" im Visier

20. Oktober 2006, 10:16
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Energieeffizienz- Anforderungen verschärft - Einsparpotenzial von 100 Mrd. Euro pro Jahr - Kommission präsentiert Pläne am Donnerstag

Die EU-Kommission wird am Donnerstag ihre Vorschläge für eine bessere Energieausnützung insbesondere Elektrogeräten, präsentieren, die EU-weite Einsparungen von 20 Prozent des derzeitigen Energieverbrauchs bis 2020 zum Ziel haben. Die entsprechenden Bestimmungen sollen auch Bereiche wie Wohnbau betreffen und in den kommenden sechs Jahren Wirklichkeit werden, heißt es in einer Ankündigung der Kommission.

Computer und Co.

Die Vorschläge von EU-Energie-Kommissars Andris Piebalgs sollen konkrete Energieeffizienz-Anforderungen für Geräte wie Computer, Bürobeleuchtung und Waschmaschinen vorschreiben bzw. verschärfen. Ab kommenden Jahr sollen minimale Effizienz-Anforderungen für 14 Geräte-Arten (u. a. Computer, Waschmaschinen, Klimaanlagen) festgeschrieben werden, hieß es in einem Bericht in der "Financial Times" (Dienstagsausgabe). Besonders im Visier des Energiekommissars stehe dabei der Strom fressende "Stand-by"-Modus vieler Haushaltsgeräte, in dem Fernseher oder Computer zwar nicht unmittelbar in Gebrauch sind, aber dennoch beträchtlich Energie verbrauchen, um für die rasche Inbetriebnahme bereit zu sein.

Enormes Einsparungspotenzial

Durch bessere Energieeffizienz können nach Ansicht der EU-Kommission 100 Mrd. Euro pro Jahr eingespart und Jobs geschaffen werden. Die Kommission will darüber hinaus diese Maßstäbe auch exportieren, und hohe Energieeffizienz-Standards in der EU könnten auch auf Nicht-Mitgliedsländer durchschlagen. Denn diese müssen die EU-Anforderungen bei den von ihnen erzeugten Produkten erfüllen, um diese in die EU exportieren zu können, so die "FT". Ebenfalls vorgeschlagen werden Mindeststandards für Energie-Effizienz bei neuen und renovierten Häusern.(APA)

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