Erdogan aus Spital entlassen

19. Oktober 2006, 15:40
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Premier erlitt beim Fasten Schwächeanfall

Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (52) ist am Dienstagabend nach einem Schwächeanfall wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, in das er im Laufe des Tages eingeliefert worden war. Als Grund für den Kollaps nannten die Ärzte einen gesunkenen Blutzuckerspiegel durch Fasten und hohes Arbeitstempo, wie türkische Medien berichteten. Erdogan, ein gläubiger Muslim, fastet während des islamischen Ramadan-Monats.

Nach eingehender Kontrolle konnte der Regierungschef das Krankenhaus am Abend wieder verlassen. Erdogan war den Berichten zufolge auf der Fahrt zu einer Fraktionssitzung seiner Partei unwohl geworden daraufhin in eine Privatklinik der Hauptstadt Ankara gebracht worden. Als der Chauffeur und die Bewacher überstürzt ausstiegen, schnappte die Zentralverriegelung ein und der Regierungschef war für kurze Zeit im Wagen eingesperrt. Mit einem Hammer von einer nahe gelegenen Baustelle musste eine der Scheiben eingeschlagen werden, bevor Erdogan in die Obhut der Ärzte gegeben werden konnte. (APA/dpa)

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