Bisher kälteste Herbstnacht 2006 brachte bis zu minus 5,5 Grad

18. Oktober 2006, 21:50
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Kältepole Puchberg, Wiener Neustadt und Mariazell

Hochdruckwetter, trockene Luft, wenig Wind und eine sternenklare Nacht sind die "richtigen" Zutaten für frostige Nächte. Von Montag auf Dienstag stimmte das Gemisch und brachte im Jahr 2006 die bisher kälteste Herbstnacht mit Tiefstwerten von bis zu minus 5,5 Grad. "Das darf ab Mitte Oktober durchaus sein", meinte Peter Sabo, Wetter-Experte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien zur APA.

Puchberg am Schneeberg Kältepol

In Puchberg am niederösterreichischen Schneeberg zog sich das Quecksilber am stärksten zurück und zeigte nur minus 5,5 Grad. Platz zwei im Kälteranking ging an Wiener Neustadt, wo es nur ein Grad wärmer war. Dahinter lag das steirische Mariazell mit minus 4,1 Grad. Vergangenes Jahr sei es in der Nacht auf 17. Oktober noch nicht so kalt gewesen, erinnerte sich der Meteorologe. Allerdings habe es auch schon Oktober-Tage gegeben, an denen das Thermometer auch tagsüber nicht mehr als null Grad anzeigte.

Die Landeshauptstädte blieben größtenteils vom Frost verschont. Handschuh-Wetter herrschte lediglich am Salzburger (minus 0,5 Grad) und Klagenfurter Flughafen (minus 0,2 Grad). In den Innenstädten von Linz (3,8 Grad) und Wien (4 Grad) war es wärmer. Von angenehmen Nacht-Temperaturen waren die Vorarlberger verwöhnt: In Bregenz maßen die Meteorologen 8,5 Grad.

Westen begünstigt

Der Westen soll laut ZAMG in den kommenden Tagen in punkto Wärme generell begünstigt sein. Während die Frühtemperaturen im Osten am Mittwoch zwischen null und zwei Grad schwanken und örtlich noch Frost möglich ist, startet der Westen mit bis zu sechs Grad in den Tag. Maximal 20 Grad sind dort tagsüber möglich. Ab Donnerstag verschwindet der Frost österreichweit vorübergehend wieder, sagte Sabo: In der Früh hat es zwischen null und sieben Grad, tagsüber bis zu 20. Der Freitag zeigt sich unbeständig, am Wochenende sollte das "schlechte Gewissen des Augusts" Österreich wieder mit herbstlichem Hochdruckwetter verwöhnen, sagte der Wetter-Experte. (APA)

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