Mutmaßlicher steirischer Supermarkträuber beging Selbstmord in Zelle

20. Oktober 2006, 14:02
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33-Jähriger hinterließ mehrere Abschiedsbriefe

Der mutmaßliche Supermarkträuber, der vor zwei Wochen den Leiter eines Spar-Geschäfts im oststeirischen St. Martin im Sulmtal mit einer Eisenstange krankenhausreif geschlagen hat, ist tot. Der Mann hat laut Sicherheitsdirektion Steiermark in seiner Zelle in der Justizanstalt Graz-Jakomini Selbstmord begangen. Der 33-jährige Weststeirer dürfte sich bereits am Sonntagabend zwischen 18.00 und 19.00 Uhr erhängt haben, er hinterließ offenbar mehrere Abschiedsbriefe, die nun ausgewertet würden, so die Behörden.

Der Mann, der bis zuletzt kein Geständnis abgelegt hatte, aber von seinem 22-jährigen Komplizen belastet worden war, dürfte sich mit seinem Gürtel in seiner Zelle getötet haben. Offenbar hatte er einen Zeitpunkt abgewartet, in dem die Zelle von den Wachebeamten nicht kontrolliert wurde.

Geldnot

Der Überfall auf den Sparmarkt von St. Martin im Sulmtal im südsteirischen Bezirk Deutschlandsberg hatte am Mittwochabend vor zwei Wochen stattgefunden. Der Haupttäter, der 33-jähriger Weststeirer, hatte sich von seinem 22-jährigen Arbeitskollegen in dessen Auto zum Supermarkt fahren lassen und dabei den Geschäftsinhaber mit einer Eisenstange niedergeschlagen. Der Räuber hatte dem 56-Jährigen offenbar am Hintereingang aufgelauert. Er schlug zuerst mit der Stange auf ihn ein und zwang ihn dann, die Büroräume zum Tresor aufzusperren.

Der Täter war mit geringer Beute geflüchtet. Das Opfer konnte noch selbst die Polizei verständigen, der 56-jährige Mann wurde ins LKH Deutschlandsberg u.a. mit einer Fraktur im Gesicht und Rissquetschwunden eingeliefert. Er ist mittlerweile auf dem Wege der Besserung. Eine Woche nach dem Raub war den Kriminalisten dann in mühevoller Kleinarbeit und anhand von Fotos aus der Überwachungskamera des Supermarktes die Festnahme der beiden mutmaßlichen Täter gelungen. Das Motiv dürfte Geldnot gewesen sein. (APA)

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