Neue Lobbyingorganisation macht Druck bei Telekom-Infrastrukturausbau

25. Oktober 2006, 10:19
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"ICT Austria" fordert verstärkte Digitaliserung der Verwaltung - FEEI installiert mit ICT Austria eine neue IKT-Interessensplattform

Die Telekom- und IT-Industrie nimmt einen neuen Anlauf für eine Interessensvertretung. Nachdem es um die Lobbyingorganisationen "Arge Breitband" und "Multimedia Austria" sehr ruhig geworden ist, versucht nun die "ICT Austria" zu punkten. Waren in der "Arge Breitband" elf und in der "Multimedia Austria" sieben Industriebetriebe an Bord, sind es bei der "ICT" zum Start sechs Konzerne, davon mit der Telekom Austria nur ein Telekomdienstleister. Die weiteren fünf Betriebe sind die Telekomausrüster Alcatel, Ericsson, HP, Kapsch und Siemens.

ICT-Präsident

Geht es nach ICT-Präsident und Telekom-Vorstand Rudolf Fischer, dann sollen noch große Medienunternehmen hinzukommen, denn nur mit den richtigen Inhalten rechne sich auch der Telekom-Infrastrukturausbau. Auch seien weitere Telekomunternehmen gerne willkommen - vorausgesetzt sie investieren auch in den Strukturausbau, schränkte Fischer heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch ein.

Wie schon die Arge Breitband fordert die ICT einen "Masterplan" für Telekom- und IT-Agenden sowie eine zentrale Anlaufstelle - im Idealfall sogar ein eigenes Ministerium. Fischer verwies auf internationale Studien, bei denen Österreich in diesem Zukunftsfeld zurückgefallen ist.

Kritik<7b>

Außerdem kritisierte er, dass Österreichs Investitionen in IT-Infrastruktur in den vergangenen drei Jahren um 10 Prozent reduziert wurden. Dabei würde die IT-und Telekomsektor das Vierfache des Landwirtschaftsbereichs zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen

Um Österreich für den internationalen Wettbewerb zu rüsten sind nach Meinung der ICT fünf Punkte zentral: Breitbandausbau, verbesserte Internetsicherheit, vermehrte Aus- und Weiterbildung, eine Digitalisierung der Verwaltung und bessere gesetzliche Rahmenbedingungen. Welche künftige Regierungskoalition dafür die Beste wäre, wollte Albert Hochleitner, Obmann des Elektroindustrie-Verbandes, nicht beurteilen. Er sprach sich aber für eine rasche Regierungsbildung aus.(APA)

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