Nach Mozart kommt Genuss

9. November 2006, 17:44
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Der Wiener Tourismus plant das Leben nach dem Mozartjahr: 2007 soll die Bundeshaupt­stadt zur Genuss-Metropole werden

Wien - Auf der am Dienstag im Rathaus stattfindenden Tourismus-Konferenz 2007 soll erörtert werden, wie sich die Bundeshauptstadt nach dem heurigen Mozart-Jubiläumsjahr international positionieren soll. Unter dem Titel "Vienna Reloaded - Lebenslust & Kunstgenuss" wird dabei vor allem das Konzept einer "Genussmetropole" erörtert.

Schlagobers-Imperium

Die Bandbreite Wiens reiche in diesem Bereich vom behaglichen Schlagobers-Imperium bis zum kreativen Design-Hotspot, so der Wien-Tourismus in einer Aussendung. Im Zuge der Marketingbemühungen wird der seit 2002 propagierte Slogan "Kunst & Genuss" aufgegeben und durch "Lebenslust & Kunstgenuss" ersetzt. Diskutiert werden die "weichen Faktoren" der Stadt zu Beginn der Konferenz von Wiens Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder und der Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank.

Bei Werbeauftritten soll künftig die Genussschiene auch durch zwölf Prominente verkörpert werden, die fallweise bei Präsentationen der Destination Wien Auftritte absolvieren werden. Zu diesen "Testimonials" zählen etwa Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler oder Benimm-Experte Thomas Schäfer-Elmayer.

Viertes Rekordjahr

Insgesamt zeigten sich die Tourismus-Verantwortlichen am Dienstag mit der Entwicklung der Gästezahlen Wiens zufrieden. 2006 werde schließlich das vierte Rekordjahr in Folge verzeichnet und voraussichtlich erstmals die Grenze von neun Millionen Nächtigungen durchbrochen. Aus heutiger Sicht sei deshalb auch das Ziel realistisch, diese Zahl bis 2010 auf zehn Millionen zu steigern.

Als Abschluss der Veranstaltung wird an einige Prominente die Goldene Johann-Strauß-Medaille verliehen. Für ihre "markanten Beiträge" zum Erfolg der Destination Wien werden unter anderen Do & Co-Chef Attila Dogudan und Life-Ball-Organisator Gery Keszler ausgezeichnet. Unter den Institutionen wurde etwa die Intendanz des Mozart-Jahres für auszeichnungswürdig befunden. (APA)

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    foto: standard/regine hendrich
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