Luftwaffe bombardiert Rebellenstellungen im Nordosten

18. Oktober 2006, 12:43
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Stellung vollständig zerstört - LTTE: Zwei Kinder getötet

Colombo - Nach dem bisher blutigsten Selbstmordanschlag in Sri Lanka hat die srilankesische Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag ihre Angriffe auf Rebellenstellungen fortgesetzt. Kampfflugzeuge bombardierten einen Stützpunkt im Nordosten der Insel, wie das Verteidigungsministerium erklärte. Bei den Angriffen sei die Stellung der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) vollständig zerstört worden. Nach Angaben der LTTE im Internet wurden bei den Luftattacken zwei Kinder getötet und 15 weitere Menschen verletzt.

Bei dem Selbstmordanschlag auf Marinesoldaten waren am Montag 103 Militärs getötet und mehr als 150 weitere Menschen verletzt worden. Die LTTE übernahm indirekt die Verantwortung für den Anschlag, bei dem ein mit Sprengstoff gefüllter Laster inmitten eines Sammelplatzes für Militärbusse in dem Dorf Digampathana im Nordosten der Insel zur Explosion gebracht worden war.

Die Kämpfe zwischen Truppen der Zentralregierung in Colombo und den Befreiungstigern haben sich in den vergangenen Monaten verschärft. Ein vor vier Jahren von Norwegen vermittelter Waffenstillstand wurde faktisch hinfällig. In dem Konflikt, in dem die Rebellen für die Autonomie des Nordostens von Sri Lanka kämpfen, starben seit 1972 mehr als 60.000 Menschen. (APA)

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