Pjöngjang: Sanktionen sind Kriegserklärung

24. Oktober 2006, 12:58
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Außenministerium: Regierung wünscht Frieden, hat aber keine Angst vor einem Krieg und würde "gnadenlos zurückschlagen"

Seoul - Mit scharfen Worten hat Nordkorea die wegen seines Atomwaffentests verhängten Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats zurückgewiesen. Die Strafmaßnahmen kämen einer Kriegserklärung gleich, hieß es in einer Stellungnahme des Außenministeriums, die am Dienstag über die amtliche Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde. Nordkorea werde jedoch "gnadenlos zurückschlagen", sollte seine Souveränität verletzt werden.

Keine Angst vor einem Krieg

Die Regierung in Pjöngjang wünsche Frieden, aber sie habe keine Angst vor einem Krieg. Die UNO-Resolution wurde als Produkt der feindlichen Haltung der USA gegenüber Nordkorea bezeichnet und als solches "entschieden verurteilt und absolut zurückgewiesen". Es war die erste offizielle Erklärung Nordkoreas zu den am Samstag beschlossenen Sanktionen. Die Position der Regierung hatte der nordkoreanische UNO-Botschafter Pak Gil Yon allerdings schon in New York deutlich gemacht.

Atomwaffentest

Den Atomwaffentest vom 9. Oktober bezeichnete Pjöngjang erneut als legitim. Wie bereits in früheren Erklärungen bekräftigt, übernehme die nordkoreanische Regierung ihre Verantwortung im Streben nach einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel, hieß es bei KCNA weiter.(APA/AP/AFP)

  • Derzeit in Pjöngjang auf der Tagesordnung: ein Parteitreffen zum Thema "Nieder mit dem Imperialismus".
    foto: epa

    Derzeit in Pjöngjang auf der Tagesordnung: ein Parteitreffen zum Thema "Nieder mit dem Imperialismus".

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