Leitl schließt Zustimmung zu Ampel aus

18. Oktober 2006, 16:01
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Wirtschaftskammerpräsident: Sechs von zehn meiner Mitglieder wollen eine Große Koalition

Wien - Vor der zweiten Runde der Regierungsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP Dienstag am frühen Nachmittag hat Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl seine Präferenz für eine Große Koalition bekräftigt. In den "Oberösterreichischen Nachrichten" schließt Leitl gleichzeitig seine Zustimmung zu einer möglichen Dreier-Ampelkoalition aus. Für eine Große Koalition von Sozialdemokraten und Volkspartei würden sich dagegen 60 Prozent seiner Mitglieder aussprechen.

"Sechs von zehn für große Koalition"

Was die zuletzt von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in den Raum gestellte Möglichkeit einer Dreier-Koalition betrifft, sagt Leitl: "Da kann ich nur darauf verweisen, was mir unsere Kammermitglieder sagen: Eine große Koalition wollen sechs von zehn, ein Rechts-Bündnis einer von zehn, ein Links-Bündnis auch einer von zehn. Das zeigt, dass die Wirtschaft stabile, berechenbare Rahmenbedingungen will, damit das Vertrauen in den Wirtschafts- und Arbeitsstandort auch in Zukunft gesichert ist". Außerdem habe Schüssel diese Variante einer schwarz-blau-orangen Regierung "vor der Wahl ausgeschlossen. Die Meinung meiner Mitglieder ist eindeutig. Ich glaube, dass man in guten und engagierten Verhandlungen sehr wohl einen Weg miteinander finden kann", so Leitl. Er würde jedenfalls im ÖVP-Vorstand gegen eine schwar-blau-orange Möglichkeit stimmen.

"Pragmatische Lösung"

Was den Streitpunkt Eurofighter betrifft, glaubt Leitl, dass sich mit der SPÖ eine "pragmatische Lösung" ergeben werde. Dass die SPÖ den Eurofighter-Vertrag auf seine Rechtmäßigkeit prüfen wolle, halte er für "absolut legitim". Er würde aber begrüßen, wenn es keinen Untersuchungsausschuss gebe.

Die zweite Runde im Koalitionspoker startet heute, Dienstag, 14.00 Uhr. Nachdem im ersten Durchgang nur Atmosphärisches besprochen wurde, dürfte es diesmal doch um Inhaltliches gehen. (APA)

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