Die Ehe ist schließlich eine Hüpfburg: "Fasten Seat Belts"

17. Oktober 2006, 01:22
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Wie man akrobatisch eine Ehe rettet erfährt man vom estnischen Dramatiker Jaan Tätte im Wiener TAG

Der Jagdgrün tapezierte Kampfplatz ehelicher Zweisamkeit ist in Wahrheit ja doch das Paradies: Zumindest die Boulevardkomödie des estnischen Dramatikers Jaan Tätte, Fasten Seat Belts, will nach zwei, von Isabelle Uhl turbulent inszenierten Kreisch-, Rutsch- und Augenverdrehstunden zeigen, dass es so, wie es ist, schließlich doch am besten ist: Ein gemütlicher Mann (Georg Schubert) und eine erfolgreiche Frau (Barbara Willensdorfer) befrieden rund um ihren naturbelassenen Holzbungalow mit Pool (zugedeckt, auf ihm wird liebestoll und lebenspanisch herumgehüpft) das eheliche Terrain, nachdem die Gattin einen Lover (Helmut Schuster) frech zum Mitwohnen eingeladen hat. In grotesker Akrobatik und auf abschüssigen Rampen kommt die Ehe ins - äh -

Rutschen, hält aber schließlich auch den nachbarschaftlichen Kochkünsten (von Roswitha Szyszkowitz) stand. Dürftiges Stück,Theaterpulver verschossen. Bis 4. 11. (afze/ DER STANDARD, Printausgabe, 17.10.2006)

TAG - Theater an der Gumpendorfer Straße 67
01/586 52 22
20 Uhr
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    foto: anna stöcher
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