Neue Orchideenarten aus dem Regenwald

23. Oktober 2006, 14:32
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WWF: Im Rahmen der Katalogisierung von Orchideenarten auf Neuguinea wurden neue Arten entdeckt

Wien - In bislang unerforschten Regionen des tropischen Regenwaldes auf der Insel Neuguinea haben WWF-Wissenschaftler eigenen Angaben zufolge mehr als 20 neue Orchideenarten entdeckt. Bei acht Arten, wie etwa der Cadetia kutubu und einer neuen Taeniophyllum-Art, konnte der Presseaussendung zufolge bereits bestätigt werden, dass sie bislang der Wissenschaft völlig unbekannt waren. Die Pflanzen wurden rund um den Kutubu-See in der Region Kikori gefunden, die für ihre Artenvielfalt weltweit bekannt ist.

"Etwa 70 Orchideenarten, die in den Wäldern des indonesischen Inselteils existierten, sind voraussichtlich bereits ausgestorben - wegen illegalen Holzeinschlags", erklärte WWF-Artenschutzexperte Roland Melisch. "Daher sind die neuen Entdeckungen im benachbarten Papua-Neuguinea besonders gute Nachrichten."

Studie

Die Entdeckungen zählten zu den Höhepunkten einer langen WWF-Studie über die Artenvielfalt in der Kikori Region. Auf den Expeditionen zwischen 1998 und 2006 haben die Wissenschaftler insgesamt über 300 Orchideenarten gesammelt und die bereits bekannte Blumenvielfalt in Papua-Neuguinea noch einmal erheblich ergänzt. Mit 3.000 Orchideenarten beherbergt das Land mehr als zehn Prozent aller bekannten Arten und damit mehr als irgendein anderes Land auf der Welt. Der Schutz der Kikori Region ist für die ortsansässige Bevölkerung lebenswichtig. Mehr als 20.000 Menschen aus zwölf ethnischen Gruppen leben im Einzugsgebiet des Kikori-Flusses und hängen von den natürlichen Ressourcen aus Wald und Flüssen ab.

Unzählige Unterarten warten noch darauf, entdeckt zu werden. Roland Melisch warnte jedoch: "Die traurige Realität ist allerdings, dass viele noch unbekannte Arten bereits aussterben, bevor sie erforscht werden können. Dadurch gehen eventuell auch Substanzen unwiederbringlich verloren, die als wichtige Heilmittel genutzt werden könnten. Das erhöht die Dringlichkeit, die wertvolle Region Kikori langfristig zu schützen." (red)

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WWF
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