"Hobbyknacker sind nicht mehr das Risiko Nummer Eins"

9. November 2006, 15:48
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Security im Unternehmen erfordert komplexe Lösungen. Für mittelgroße bis große Unternehmen hat sich das Innsbrucker Unternehmen phion "Bob" ausgedacht.

"Security ist kein Problem, das wir lösen werden. Die Bedrohungen der IT-Infrastruktur, das ist eine Situation, mit der wir umgehen müssen," sagt Wieland Alge, Mitbegründer vom in Innsbruck ansässigen Sicherheitsspezialisten phion Informations Technologies. Deswegen kann Wieland Alge über das Thema IT-Sicherheit lange referieren.

"Bedrohungsbilder ändern sich," sagt Alge und erinnert an das zunehmende Zusammenwachsen der verschiedenen Welten in der Informationstechnologie: "Mit der Konvergenz, dem Telefonieren und Fernsehen über Datenleitungen, Mails verschicken über Fernsehkabel, steigt das Risiko. Hobbyknacker sind nicht mehr das Risiko Nummer Eins."

Profitgetriebene Angriffe

Mittlerweile seien Profis am Werk, glaubt Alge: "Es geht um profitgetriebene Angriffe. Man weiß wo es sich auszahlt. Klassische Betriebsspionage: Dagegen ist kein einfaches Kraut gewachsen". Unternehmen glauben, dass ihr eigentliches Asset die Daten seien, aber das sei falsch, so der Unternehmer. Schützenwertes Asset sei die Kommunikation der Information. Genau genommen gehe es also um den Schutz der Kommunikation.

Vereinfacht gesagt geht es bei phion um hochkomplexe Firewallsysteme für mittelständische Firmen und Großunternehmen mit Filialnetz. Sie alle benötigen für ihre internetbasierten Anwendungen und den damit zusammenhängenden Datentransfers (E-Mail, E-Commerce etc.) hohe Geschwindigkeit und Verfügbarkeit mit höchster Sicherheit. phion-Lösungen sind dafür zuständig, dass auch in der Niederlassung in China etwa sämtliche über das Internet verfügbaren Applikationen sowie das Internet selbst störungsfrei und sicher, also vor Angriff von außen geschützt, laufen.

Jetzt kommt Bob

"Konvergenz aus Gateways, Securitythema, Connectivity, Applikationsoptimierungen, Datenkomprimierung, Bob ist das Versprechen, das man den CIOs vor sechs, sieben Jahren gegeben hat. Ihr könnt Infrastruktur zentralisieren, braucht euch nur um die Anbindung kümmern." Bop ist eine neue Erfindung der Innsbrucker und kommt als ein einzelndes Kasterl, wirbt der Firmenchef: "Bob wird ein Bob bleiben, er will Single bleiben, weil er skalierbar ist". Auf 1000 Euro oder in der Basisversion etwas weniger belaufen sich die Kosten. Will man in der Firma etwas höhere Geschwindigkeit konsumieren, funktioniert das durch ein Softwareupdate.

Die Zielgruppe für Bob sind mittelgroße bis große Unternehmen. Kunden in Österreich sind – so Alge selbstbewusst - alle Banken in Österreich außer die 3Banken. Bob sei eine wesentliche Komponente für das Wachstum des Innsbrucker Unternehmens und das soll sich alle zwei Jahre verdreifachen. Phion kommt mit 45 Mitarbeitern auf einen Exportanteil von über 50 Prozent. Verstärkt sollen nun Osteuropa, Italien, UK und Russland ins Visier genommen werden. Der Umsatz bewegt sich in der zweiten Hälfte des einstelligen Millionenbetrags. (rb)

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    foto: phion
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