Große Fortschritte nach Gesichtstransplantation

23. Oktober 2006, 14:06
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Anfang kommenden Jahres will die Französin Isabelle Dinoire wieder arbeiten gehen

Besancon - Knapp ein Jahr nach ihrer Gesichtstransplantation will die Französin Isabelle Dinoire bald wieder arbeiten gehen. Seiner Patientin gehe es gut, sagte der Arzt Bernard Devauchelle, der an der weltweit ersten Operation dieser Art Ende November 2005 beteiligt war, bei einem Chirurgenkongress in Besancon.

"Der Teil ihres Gesichtes, der nicht ihrer ist, ist nun integriert." Die Motorik funktioniere normal; auch die Empfindung von Wärme und Berührungen habe der transplantierte Teil des Gesichts inzwischen erlangt.

Gewünschte Arbeitsstelle

Nach der Beseitigung der schweren Entstellung durch einen Hundebiss habe Dinoire auch psychologisch große Fortschritte gemacht, sagte Devauchelle weiter. Sie wolle nun Anfang kommenden Jahres wieder eine Arbeitsstelle als Sekretärin in der Nähe von Valenciennes nahe der belgischen Grenze annehmen. Dazu sei sie bereits umgezogen.

Dinoire hatte im Mai 2005 durch einen Biss ihrer Hündin beide Lippen, ihre Nase und das Kinn verloren. Mit ihrem entstellten Gesicht konnte sie weder sprechen noch normal essen. Die Ärzte transplantierten ihr daraufhin in einer Aufsehen erregenden Operation Teile des Gesichts einer hirntoten Spenderin. (APA)

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