Sanfte Töne von FSG-Chef Haberzettl

18. Oktober 2006, 16:06
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Erhofft sich von Dienstag-Runde mit ÖVP positive inhaltliche Signale

Wien - Der Chef der sozialdemokratischen Gewerkschafter, Wilhelm Haberzettl, bewertet den Auftakt der Regierungsverhandlungen mit der ÖVP erstaunlich sanft. Dass man sich am Freitag in Runde eins nur über Stilfragen unterhalten habe, finde er im Nachhinein betrachtet richtig, meinte er bei einer Pressekonferenz Montag Vormittag. Allerdings erwarte er sich vom zweiten Gespräch am Dienstag dann schon "erste positive Signale" zur Sacharbeit.

Zu den diversen auch durchaus kritischen Aussagen der Volkspartei zuletzt meinte der Vorsitzende der Eisenbahner-Gewerkschaft, es habe eigentlich keine wirklichen Signale in den letzten Tagen gegeben. So sei auch das erste Gespräch am Freitag "eher eine Empfindungsrunde" gewesen.

Inhaltlich zeigte sich Haberzettl auch eher konziliant. In Sachen Grundsicherung meinte er zwar, diese sei an sich im Sinne der Armutsbekämpfung nicht verhandelbar, wohl aber die Höhe. Die SPÖ hatte die Grundsicherung zuletzt bei 800 Euro angesiedelt. Bei den Studiengebühren meinte der FSG-Chef, als "Grundsatz" sei auf dem Tisch, sie abzuschaffen. Wo seine Schmerzgrenze insgesamt sei, wollte Haberzettl nicht sagen.

Die Frage ob bzw. wie viele Gewerkschafter in der nächsten Regierung sitzen sollten, blieb ebenfalls mehr oder weniger unbeantwortet. Darüber habe er sich noch nicht den Kopf zerbrochen. Er wünsche sich einzig endlich wieder einmal einen Verkehrsminister, der auch zu den Unternehmen stehe, die ihm unterstünden. Ob er da nicht selbst der richtige Mann dafür wäre, beantwortete Haberzettl kokett: "Das behaupten Sie. Aber Sie sind einer der wenigen." (APA)

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