OÖ: Prozess nach Hitlergruß vor KZ-Gedenkstätte

17. Oktober 2006, 12:41
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Fünf Fußballfans wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung vor Gericht - Hauptverhandlung am 15. November

Linz - Fünf Mitglieder eines oberösterreichischen Fußball-Fanclubs müssen sich am 15. November wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung vor dem Landesgericht Ried verantworten. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag auf APA-Anfrage mit. Die Beschuldigten sollen - unter anderem vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen - die Hand zum Hitlergruß gehoben haben.

Die Anklage gegen die fünf umfasst mehrere derartige Zwischenfälle. Zwei Mitgliedern des Vereins wird vorgeworfen, im Jahr 2004 in einem Lokal im Bezirk Linz-Land die gestreckte Rechte erhoben zu haben. Vier der Beklagten sollen das - ebenfalls 2004 - vor der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagern Mauthausen getan haben. Ein Fußball-Fan habe im Juni 2005 in einem Kinosaal in Braunau "Heil Hitler" gerufen, so die Anklage.

Weiters wirft die Staatsanwaltschaft zwei Beschuldigten vor, diese Vorfälle fotografiert und auf der Homepage des Fanclubs veröffentlicht zu haben. Die Bilder im Internet haben die Affäre Anfang des Jahres ins Rollen gebracht und für zahlreiche Reaktionen gesorgt. (APA)

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