Erste Konsequenzen nach BZÖ-Prügelaffäre?

16. Oktober 2006, 18:53
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"Parteiinterne Gespräche" könnten personelle Zukunft - Sprecher dementiert: Westenthaler kein Thema

Wien - Die so genannte "Prügel-Affäre" am Wahlabend könnte Montagnachmittag zu ersten Konsequenzen im BZÖ führen. Ab 14 Uhr sind offiziell "parteiinterne Gespräche" anberaumt. Während der Tiroler Abgeordnete Klaus Wittauer, der sich eigentlich für einen Vorstand ausgesprochen hatte, "konstruktive Gespräche" erwartet, geht Salzburg-Obmann Eduard Mainoni gar nicht erst hin: "Ich weiß nicht, was das für ein Gremium sein soll."

Sprecher: Westenthalers Zukunft kein Thema

BZÖ-Pressesprecher Lukas Brucker hat am Montag erklärt, dass es bei den laufenden BZÖ-internen Gesprächen weder um die "Prügel-Affäre" - "die es gar nicht gab" - noch um die Zukunft von BZÖ-Obmann Peter Westenthaler gehe. Nach Darstellung Bruckers führe Westenthaler interne Gespräche "über die Neustrukturierung der Länderorganisationen nach der Nationalratswahl sowie über inhaltlich-strategische Ausrichtungen".

"Diese Gespräche haben bereits letzte Woche begonnen und finden heute und in den nächsten Tagen ihre Fortsetzung. Über Ergebnisse wird zeitgerecht berichtet", so Brucker in der Aussendung.

Barnet zurückhaltend

Ein Geheimnis macht hingegen der Wiener Abgeordnete Günther Barnet aus seiner Anwesenheit bei den "Gesprächen": "Ob ich hingehe oder nicht, sage ich nicht über die Medien", lautet seine Auskunft. Ganz anders Staatssekretär Karl Schweitzer, für ihn ist es "selbstverständlich", dabei zu sein. Über Inhalte schwieg er sich - wie seine Kollegen - aus: "Über Sitzungen redet man nicht, bevor sie stattgefunden haben. Zu Westenthalers Zukunft, die seit der Prügel-Affäre in der Partei umstritten ist, wollte sich niemand äußern.

Wittauer hofft auf gemeinsame Linie

Auskunftsfreudiger gab sich einzig und allein Wittauer. Er erhofft sich von den Gesprächen, eine "gemeinsame Linie" zu finden - für die nächste Wahlauseinandersetzung. Er kann sich durchaus Neuwahlen vorstellen, sollte die rot-schwarzen Koalitionsgespräche scheitern. Eine Zusammenarbeit von ÖVP, FPÖ und BZÖ schloss er nicht aus, "es ist allemal eine andere Konstellation besser als eine Große Koalition". Derzeit könnte eine Dreier-Koalition nur an der FPÖ scheitern: "Es gibt dort ein paar Leute mit denen ich nicht kann.

Bei der heutigen Sitzung abwesend wird auch der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider sein. (APA)

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    Das BZÖ trifft sich zu parteiinternen Gesprächen.

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