Auf Parkbank von Skinhead angeschossen

16. Oktober 2006, 12:39
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21-Jähriger wurde in Villach schwer verletzt

Villach - "Verschwind's aus meinem Revier" soll der 18-jährige Lehrling noch gerufen haben, bevor er in der Nacht auf Sonntag in Villach einem 21 Jahre alten Kärntner mit einer Gaspistole zweimal auf den Kopf geschossen und ihn schwer verletzt hatte. Das Opfer war mit seiner 16-jährigen Freundin auf einer Parkbank am Drauufer unterhalb der Vergnügungsmeile "Lederergasse" gesessen, ein wirkliches Motiv für die Attacke hat die Polizei noch nicht.

"Er ist nicht sehr gesprächig und sagt nur, dass er sich nicht erinnern kann", berichtet am Sonntagnachmittag ein Kärntner Kriminalist über die Vernehmung des mutmaßlichen Schützen, einem Skinhead. Der junge Mann, ein gebürtiger Isländer, soll in einem kompletten Tarnanzug unterwegs gewesen sein und sich rund zwei Stunden nach der Tat in einem Lokal mit seiner Waffe gebrüstet haben.

Auch nach mehreren seiner Begleiter fahndete die Exekutive, diese Jugendlichen sollen aber an der Tat selbst nicht beteiligt gewesen sein. Die erst im April eingeweihte Videoüberwachung in der Lederergasse kann bei dieser Suche nicht helfen, da sich das Geschehen in einem anderen Bereich abgespielt hat. Das Opfer, das bei der Attacke eine schwere Augenverletzung und starken Blutverlust erlitten hatte, wurde bereits mehrmals operiert, ob es zu bleibenden Augenschäden kommt, wollen die Mediziner noch nicht einschätzen. Die 16-jährige Freundin erlitt einen Schock. (moe/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.10. 2006)

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