Finanzchef und Schatzmeister

16. Oktober 2006, 01:00
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Der Begriff Treasury hat sich – zunächst in der Betriebswirtschaftslehre - aus der rechtlichen Verfassung amerikanischer Unternehmen eingebürgert

Der Begriff Treasury hat sich – zunächst in der Betriebswirtschaftslehre - aus der rechtlichen Verfassung amerikanischer Unternehmen eingebürgert. Die Anteilseigner von US-Kapitalunternehmen bestimmen den Board of Directors (einem hiesigen Aufsichtsrat vergleichbar), welcher wiederum die Tätigkeit der Officers (einem Vorstand vergleichbar) überwacht. Einer dieser Officer ist der Treasurer, welcher in der Ausübung seiner Aufgaben einem Finanzchef/Schatzmeister/Kassenverwalter ähnelt. Auf Regierungsebene ist Treasury in England das Schatzamt, das US Department of the Treasury ist das US-Finanzministerium.

Je größer und globaler ein Betrieb ausgerichtet ist, umso eher ist hier ein spezielles Treasury Management anzutreffen. In Wirtschaftsunternehmen soll Treasury die Vertriebs- bzw. Einkaufsaktivitäten sinnvoll ergänzen.

Standardaufgabe ist das so bezeichnete Cash Management. Hierzu zählen

  • die Planung, Optimierung und Abwicklung von ein- und ausgehenden Zahlungen
  • organisatorische Gestaltungen (Bankverbindungen, Kontokonzentration, Bankenclearing, Electronic Banking)
  • Steuerung in der Beanspruchung von Kreditlinien
  • Verbesserung der Zinspositionen (durch mehr Ertrag, weniger Aufwand)
  • Treasury liefert Informationen zu dem Finanzstatus des Unternehmens.

Wie bei einer Bank werden auch hier vom Treasurer Zins- und Währungsrisiken behandelt und bei Bedarf mit Hilfe derivativer Finanzinstrumente minimiert. (red)

Quelle: wikipedia

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    foto: foto: derstandard.at
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