25. Oktober 2006, 11:37
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Wegen Problemen mit ihrer Druckerei könnte die finanziell angeschlagene französische Tageszeitung "Libération" ab kommender Woche vorübergehend von den Kiosken verschwinden. Die Druckerei Riccobono habe wegen seit Juli ausstehender Zahlungen gedroht, ab der kommenden Woche den Druck der linksgerichteten Zeitung einzustellen, berichtete die Zeitung "Le Figaro" am Samstag. Die Druckerei fürchte um ihre Existenz; "Libération" verlange dennoch geringere Preise für den Druck.

"Libération" und die von Bernard Riccobone geführte Druckerei sind wirtschaftlich eng miteinander verflochten: Die Zeitung hält 26 Prozent an dem Pariser Unternehmen; die Druckerei wiederum erhält durch "Libération" die Hälfte ihrer Einnahmen.

Anfang Oktober hatte das Pariser Handelsgericht die krisengeschüttelte Tageszeitung für sechs Monate unter Schutz gestellt. Dadurch wird verhindert, dass ein Unternehmen Konkurs anmelden muss. Die Gläubigerforderungen werden bei dem Verfahren eingefroren. Am 18. Oktober muss sich die "Libération"-Führung über ihre Reformpläne äußern. (APA/AFP)

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